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Hoffnung und Perspektive auf 300 Quadratmetern

Umzug der Jobakademie Hoffnung und Perspektive auf 300 Quadratmetern

Neue Kooperation zwischen dem Kreisjobcenter und der Praxis GmbH: Beide Institutionen wollen Arbeitslosen beim Wiedereinstieg ins Berufsleben helfen.

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Mitarbeiter des Kreisjobcenters und der Praxis GmbH bei der Eröffnung der neuen Räumlichkeiten in der Neuen Kasseler Straße.

Quelle: Landkreis

Marburg. Zwischen dem 1. August und dem 19. September hat die Jobakademie in ihren neuen Räumlichkeiten, in der Neuen Kasseler Straße, 68 Prozent der bisherigen Jobsuchenden, die beim KreisJobCenter Marburg-Biedenkopf gemeldet sind, zu einer Arbeits- oder einer Ausbildungsstelle verholfen.

Das Zauberwort lautet auch nach dem Umzug von der Innenstadt ins Nordviertel Nachhaltigkeit. Erster Kreisbeigeordneter Marian Zachow (CDU), der als Dezernent fürs Kreisjobcenter zuständig ist, beteuerte, dass es nicht das Ziel ist, Menschen möglichst schnell mit einem Arbeitsplatz abzuspeisen, sondern Stellen zu finden, die den Fähigkeiten der Suchenden entsprechen.

„Wir wollen, dass die Menschen einen Arbeitsplatz bekommen, der ihnen eine langfristige Perspektive aufzeigen.“ Im Forum Kasseler Straße herrschen dafür gute Bedingungen. Auf einer Fläche von 300 Quadratmeter mit 35 Computerarbeitsplätzen bietet die Akademie Bewerbungs- und Kommunikationstraining sowie Hilfe bei der Stellensuche an. Auch Bewerbungsgespräche werden für die Suchenden simuliert und in professioneller 
Manier Bewerbungsfotos erstellt – eine Rundum-Begleitung für eine berufliche Zukunft.

Betreut werden die Jobsuchenden von Mitarbeitern der Praxis GmbH sowie des Kreisjobcenters, die die Akademie gemeinsam leiten. In einem ersten Gespräch werden dabei die individuellen Fähigkeiten der Kunden erörtert. Danach steht die Jobakademie den Arbeitslosen drei Stunden an vier Tagen offen. Über acht Wochen dauert die Maßnahme für jeden Teilnehmer. Wie an einer echten Akademie werden die Arbeitssuchende in der Kunst der Jobsuche und -findung geschult.

Das ist besonders bei Langzeitarbeitslosen ein schwieriges Unterfangen. Laut Gerlind Jäckle, Geschäftsführerin der Praxis GmbH, sei Frustration und Resignation dann eine Blockade, die es erst einmal zu überwinden gilt. Hoffnung und Perspektive soll gestiftet werden. Dass der Großteil der Arbeitslosen händeringend nach einer Beschäftigung sucht, davon ist Jäckle überzeugt: „Ich bin seit vielen Jahren im Geschäft und habe kaum Menschen kennengelernt, die nicht arbeiten wollen.“

von Benjamin Kaiser

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