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Hochbetrieb bei „Berufe im Kino“

Ausbildung Hochbetrieb bei „Berufe im Kino“

Die zweite Ausbildungsbörse der Marburger Arbeitsagentur füllte vier Stockwerke des Kino-Centers in der Biegenstraße.

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Marie-Claire Schwarz (kleines Foto, von links) stellt Jane Faber und Gelila Abraham das Ausbildungsangebot der Sparkasse vor, während andere Schüler an den verschiedenen Ständen im Cineplex vorbeigehen.Fotos: Martina Koelschtzky

Marburg. Hochbetrieb im Kino Cineplex: Rund 1600 Schüler aus dem ganzen Landkreis informierten sich an zwei Tagen über die Ausbildungsangebote von Firmen, Schulen und Weiterbildungseinrichtungen der Region. Allein 1300 Schüler hatten sich mit der ganzen Klasse für einen Besuch angemeldet, von den kaufmännischen Schulen in Biedenkopf bis zu Haupt- und Realschulen aus Kirchhain, Stadtallendorf, Niederwalgern oder natürlich Marburg.

„Wir haben das Programm diesmal etwas entzerrt, nachdem es im vergangenen Jahr die Kritik gab, es sei zu voll gewesen“, berichtet Berufsberaterin Lena Huth von der Marburger Agentur. Auch das Berufsspektrum im Angebot sei ausgeweitet worden, „aber bei 450 Ausbildungsberufen können wir natürlich nicht aus jeder Branche einen Aussteller einladen“, sagt sie. Dennoch sei die Ausbildungsbörse das größte und kompakteste Angebot der Berufsorientierung in der Region. „Nirgends bekommen die Schüler soviel Information auf einmal und in so kurzer Zeit“, sei oft gelobt worden.

Ein breites Spektrum ist es jedenfalls geworden, viele Firmen haben Auszubildende mitgebracht, die den Gleichaltrigen von ihrem Ausbildungsalltag berichten. „Junge Leute hören uns anders zu als den Offiziellen aus Schule oder Betrieb“, sind die beiden Auszubildenden Kevin Junker und Notger Sandrock von „Dörr Heizungs- und Lüftungsbau“ überzeugt. Sie haben schon viel erzählt, der Andrang war groß, berichten sie.

Zufrieden mit dem großen Interesse ist auch Oberstleutnant Martin Würz, Leiter der Karriereberatung der Bundeswehr für vier mittelhessische Landkreise. „Diese Veranstaltung ist eine gute Plattform, im vergangenen Jahr gingen die konkreten Gespräche mit Interessierten am Standort Marburg nach der Börse deutlich in die Höhe“, berichtet er zufrieden. Auch in diesem Jahr ist sein Angebot sehr gefragt, viele weiterführende Termine hat er mit den Schülern vereinbart. Ein bisschen enttäuscht sind Johanna Debus und Angela Titz, die bei der Deutschen Post zu Kommunikationsfachfrauen ausgebildet werden. „Die Schüler sehen das Postzeichen und denken, hier kann man nur Briefzusteller werden“, sagt Angela. Dabei sei die Ausbildung sehr spannend, man komme viel herum. „Wir haben Seminare in Leipzig oder Kassel, und wir sind schon im Einsatz am Telefon.“ Kommunikationsfachleute sind die ersten, die mit einem unzufriedenen Kunden sprechen, berichten sie. „Aber die meisten sind nett“, finden sie. Und sie hoffen, bei der Ausbildungsbörse noch mehr junge Leute für ihren Beruf begeistern zu können. Am Abend waren die Eltern zu einer Veranstaltung eingeladen. „Eltern zu erreichen, ist sehr schwierig. Aber sie sind wichtige Berater bei der Berufswahl und wir wollen sie gerne informieren“, sagt Huth. Schließlich seien seit der eigenen Ausbildung in der Regel 30 Jahre vergangen und die Berufswelt habe sich sehr verändert. Deshalb bleibe es ein zentrales Anliegen der Agentur, auch die Eltern in die Berufsorientierung einzubeziehen. Am Nachmittag kamen die Schüler der Sekundarstufe II selbstständig vorbei.

n Am Mittwochabend fand eine Podiumsdiskussion mit Vertretern verschiedener Ausbildungsberufe statt. Die Veranstaltung im Cineplex wurde von etwa 15 Personen, die teilweise als Clowns verkleidet waren, mit Thrillerpfeifen gestört, bestätigte die Polizei auf Anfrage. Die „Clowns“ protestierten gegen die Teilnahme der Bundeswehr an der Ausbildungsbörse. Nachdem die ungebetenen Gäste das Kino nicht verlassen wollten, rief die Betreiberin des Cineplex die Polizei an. Diese forderte die Demonstranten auf, das Gebäude zu verlassen. Die Personen kamen der Aufforderung nach, sagt Polizeipressesprecher Martin Ahlich. Eine Anzeige liege nicht vor. Gestern, am zweiten Tag der Messe, waren Polizeikräfte vor und im Cineplex. Es gab aber keine weiteren Zwischenfälle.Die zweite Ausbildungsbörse der Marburger Arbeitsagentur füllte vier Stockwerke des Kino-Centers in der Biegenstraße.

von Martina Koelschtzky

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