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High-Tech-Apparate aus der Scheune

Alphatec Maschinenbau High-Tech-Apparate aus der Scheune

In einer alten Scheune im Amöneburger Stadtteil Erfurtshausen entstehen seit Jahresbeginn High-Tech-Apparate. In einem Sechs-Mann-Unternehmen werden spezielle Maschinen konstruiert und gebaut.

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Erfurtshausen. Vier Ingenieure arbeiten bei der Firma Alphatec Maschinenbau in dem Amöneburger Ortsteil Erfurtshausen. Hinter der Fassade eines Bauernhofes arbeiten sie in frisch renovierten Firmenräumen an modernen Computerarbeitsplätzen. Klassische Reißbretter sind gar nicht mehr zu sehen.

Die Ingenieure des kleinen Betriebs konstruieren ausschließlich auf Kundenwunsch verschiedenste Maschinen: „Wir entwerfen und bauen Sondermaschinen. Das bedeutet, dass bei jedem Auftrag komplett neue Maschinen konstruiert werden müssen – individuell auf die Bedürfnisse des Kunden abgestimmt“, berichtet Norbert Riehl, der mit Norbert Steinmüller das Unternehmen leitet. Sondermaschinen werden laut Riehl meistens mit einer Stückzahl von einer Maschine konstruiert und gebaut.

In Erfurtshausen entstehen in dem früheren landwirtschaftlichen Gebäude hochtechnologische Zerspanungs-, Verpackungs-, und Optikmaschinen, aber auch Montage-Automationen. Sie werden von den Ingenieuren nicht nur konstruiert, sondern direkt vor Ort von Riehl und zwei Montagearbeitern zusammengebaut.

Derzeit plant Riehl eine bereits von seinem Unternehmen konstruierte Maschine in einer größeren Version: Für einen Klebstoffhersteller hat er vor einiger Zeit eine Verpackungsmaschine entwickelt, bei der flüssiger Kleber in Blecheimer – sogenannte Hobbocks – gefüllt wird. Dabei fließen in eine Plastikhülle in den Hobbocks 25 Liter Kleber. Die gleiche Maschine faltet das obere Ende der Plastikhülle und verschweißt es luftdicht, bevor der Hobbock einen Deckel bekommt. Die gleiche Firma möchte nun eine solche Maschine für 200 Liter Klebstoff in Auftrag geben.

„In Biebertal haben wir uns im Jahr 1995 als reines Ingenieurbüro gegründet“, erzählt Riehl aus der Unternehmensgeschichte. Erst zehn Jahre später bot der Betrieb an, die Maschinen nicht nur auf dem Papier zu entwickeln, sondern direkt selbst zu bauen. „Die Kunden wollen nicht mehr nur eine Zeichnung, sondern Konstruktion und Umsetzung aus einer Hand“, erklärt er. An diesem Wunsch habe sich das Unternehmen daher orientiert und das Angebot entsprechend erweitert.

von Patricia Kutsch

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