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Herbst bringt Arbeitsmarkt in Schwung

Arbeitsmarktzahlen Herbst bringt Arbeitsmarkt in Schwung

Im Landkreis waren im Oktober 4564 Menschen ohne Job – 191 weniger als vor einem Jahr. Die 
Arbeitslosenquote sank im Jahresvergleich um 
0,2 Punkte auf 3,5 Prozent.

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Auf dem Arbeitsmarkt ist die Nachfrage nach Fachkräften ungebrochen.

Quelle: Bernd Wüstneck

Marburg. „Es wird langsam eng – und zwar im positiven Sinne“, kommentierte Agenturleiter Volker Breustedt die Situation auf dem heimischen Arbeitsmarkt. Denn im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der Arbeitslosen um 4 Prozent gesunken – „es sind immer noch 4564 Arbeitslose zu viel, aber das ist eine sehr positive Entwicklung“, so Breustedt.

Die meiste Bewegung gebe es dabei bei versicherungspflichtigen Arbeitsverhältnissen: 1748 Menschen seien in diesem Bereich arbeitslos gemeldet, „das ist ein Rückgang von 7,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr“.

Flüchtlinge fallen unter Asylbewerberleistungsgesetz

Die positiven Tendenzen würden sich durch alle Personengruppen ziehen – bis auf zwei, wie Breustedt berichtete. So gebe es einen Anstieg bei den schwerbehinderten Arbeitslosen um 8 Prozent. „Und auch die Ausländer-Arbeitslosigkeit ist um 8,3 Prozent gestiegen. Auf beide Gruppen müssen wir weiter einen Fokus legen.“

Das sei zum Teil dem Zustrom der Flüchtlinge geschuldet, denn: „Solange diese noch nicht anerkannt sind, fallen sie unter das Asylbewerberleistungsgesetz und somit in unsere Zuständigkeit.“

494 Menschen hätten sich im Oktober neu arbeitslos gemeldet, ein Minus von 5,2 Prozent. Eine neue Stelle hätten indes 441 Menschen gefunden, „das ist aber ein Minus im Vergleich zum Vorjahr von 4,3 Prozent, die Dynamik im Austausch hat abgenommen“, verdeutlicht der Agenturleiter.

Jobcenter meldet weniger Langzeitarbeitslose

541 sozialversicherungspflichtige Stellen seien der Agentur im Oktober gemeldet worden, was einem leichten Minus gegenüber dem Vorjahr von 2,2 Prozent entspreche – „aber nur in dem Monat. Im gesamten Jahr wurden uns 16 Prozent mehr als im Vorjahr gemeldet“, verdeutlicht Breustedt. Dafür sei ebenfalls die Flüchtlingsthematik verantwortlich: Alleine aus der Betreuung von Flüchtlingen seien auf allen Ebenen etwa 70 bis 80 Stellen generiert worden.

Auch die Zahl der Langzeitarbeitslosen ist gesunken, wie das KJC mitteilt: Demnach sank die Zahl im Vergleich zum Vormonat um 68 Personen oder 2,4 Prozent auf 2816. Gegenüber dem Vorjahresmonat ist die Zahl um 41 Personen oder 1,4 Prozent gesunken. Die Quote der arbeitslosen Grundsicherungsempfänger an den zivilen Erwerbspersonen liegt unverändert bei 2,2 Prozent.

„Der regionale Arbeitsmarkt ist weiterhin in einer guten Verfassung: steigende Beschäftigung, lebhafte Arbeitskräftenachfrage und sinkende Arbeitslosigkeit. Das wird auch bis zum Winter so bleiben“, beschreibt der Erste Kreisbeigeordnete und zuständige Dezernent Marian Zachow (CDU) die Erwartungen bis zum Jahreswechsel.

Die Zahl der Flüchtlinge werde Arbeitsmarkt und Arbeitsmarktpolitik zunehmend vor zusätzliche Herausforderungen stellen. „Unsere Aufgabe ist es, die Chancen der Zuwanderung für den heimischen Arbeitsmarkt zu nutzen und die Risiken zu begrenzen.“ Das bedeute auch, dass „wir unvermindert in die Beratungs-, Qualifizierungs- und Vermittlungsarbeit für inländische Arbeitslose und Ausbildungsplatzbewerber investieren, die auf unsere Unterstützung angewiesen sind“, so Zachow.

von Andreas Schmidt

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