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Heimische Azubis siegen auf Landesebene

Leistungswettbewerb des Handwerks Heimische Azubis siegen auf Landesebene

Gleich sechs Auszubildende aus dem heimischen Kammerbezirk wurden beim Leistungswettbewerb des Handwerks 
ausgezeichnet.

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Kultusminister Alexander Lorz (von links) zeichnete Stefan Kaempffe aus – mit dabei Bernd Ehinger und Harald Brandes. Ausgezeichnet wurden zudem (oben, von links): Simon Wagner, Jeremy van 
Elkan, Janis Mengel und Yannic Klingelhöfer.

Quelle: Franz Ewert

Offenbach. „Leistung und Qualität sind prägende Kennzeichen des Handwerks. Damit erhält sich das Handwerk auf Dauer aus eigener Kraft. Die 63 jungen Landessieger des diesjährigen Landesleistungswettbewerbs sind ein wichtiger Teil der Zukunft des Handwerks“, lobte Hessens Kultusminister Professor Alexander Lorz die wirtschaftliche und zugleich gesellschaftliche Bedeutung des Handwerks als wichtigen, tragenden und unverzichtbaren Pfeiler der gesamten Wirtschaft in Deutschland.

Lorz war Festredner bei der Auszeichnung der hessischen Landessieger in 63 unterschiedlichen Handwerksberufen, die sich damit auch für das jeweilige Bundesfinale qualifiziert haben.

Mit gleich sechs Ausgezeichneten war der Altkreis Marburg in der Siegerliste stark vertreten: Landessieger wurden Steinmetz und Steinbildhauer Janis Mengel aus Marburg, Tischler Yannic Klingelhöfer aus Caldern, Orthopädiemechaniker und Bandagist Stefan Kaempffe, Schornsteinfeger Simon Wagner, Straßenbauer Jeremy van Elkan aus Kirchhain sowie Buchbinderin Viviann Pieper, die bei der Ehrung fehlte.

Kultusminister Lorz führte die im europäischen Vergleich hervorragende Situation auf dem deutschen Ausbildungsmarkt vor allem auf das ebenso traditionelle wie zweifelsfrei bestens bewährte duale Ausbildungssystem zurück, zu dessen Stabilisierung und „Fit-Erhaltung“ es keine Alternative gebe.

Ehinger: Wir brauchen Meister und Vorbilder

Und dazu wiederum zähle als Grundbedingung die Sicherung des Meisterbriefes im Handwerk als Basis und Garant einer fundierten Nachwuchsausbildung auf hohem Qualitätsniveau. Allen Forderungen und Versuchen – auch auf EU-Ebene –, diese Meisterqualifikation zu schmälern, zu verwässern oder gar abzuschaffen, erteilte Lorz mit einem „eindeutigen Ja zum Meister“ eine klare Absage.

„Wir feiern heute mit Ihnen nicht nur einen schönen Wettbewerbssieg, sondern die Zukunft des Handwerks“, machte Bernd Ehinger, Präsident des Hessischen Handwerkstages dem erfolgreichen Nachwuchs ein großes Kompliment. „Sie sind auf einem Weg, der nicht mit dem Gesellenbrief enden muss. Wir brauchen Meister im Handwerk und zugleich Vorbilder einer Karriere mit Lehre – und wir brauchen erfolgreiche und leistungsorientierte Menschen, die in Beruf und Gesellschaft Verantwortung übernehmen.“

Mit Minister Lorz war sich Ehinger einig, dass die historische Herausforderung, die der aktuelle Flüchtlingszustrom nach Deutschland mit sich bringe, nur gemeinsam gelöst werden könne. Auch das Handwerk erkennt dabei seine Verantwortung.

Nach dem Motto „bei uns zählt nicht, wo man herkommt, sondern wo man hin will“ wolle das Handwerk zu einer erfolgreichen Integration und einem funktionierenden Zusammenleben beitragen. „Wir begreifen die aktuelle Entwicklung auch als fast einmalige Chance, neue junge Fachkräfte zu gewinnen“, so Ehinger.

von Franz Ewert

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