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Heimbewohner werden immer jünger

25 Jahre „Haus Alexandra“ Heimbewohner werden immer jünger

Im „Haus Alexandra“ in Dreihausen finden seit 25 Jahren Menschen mit seelischer Behinderung ein betreutes Heim. Insgesamt 40 Menschen leben dort, wie Geschäftsführer Heinrich Käss erzählt. Die Hälfte der Plätze sei eine sogenannte „beschützte Unterbringung“.

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Rebecca Bier (rechts), Lieselotte (von links) und Heinrich Käss
 sowie Alexandra Bier nehmen die IHK-Urkunde zum Jubiläum des „Haus Alexandra“ von Manuel Siemes entgegen.

Quelle: Patricia Grähling

Dreihausen. Lieselotte Käss und ihre Tochter Alexandra Bier arbeiteten 1991 in der Psychiatrie. „Damals gab es keine Plätze für Menschen mit seelischer Behinderung“, sagt Bier, die die Nachfolge ihrer Eltern übernimmt und Pflegedienstleiterin im „Haus Alexandra“ ist.

Oftmals seien die Patienten dann in Seniorenpflegeheimen untergebracht worden. Das passe aber nicht zusammen. „Wir haben uns daher entschieden, ein Wohnheim speziell für die Bedürfnisse von Menschen mit seelischer Behinderung zu eröffnen“, sagt Bier.

In den 25 Jahren hat die Familie viele Kämpfe ausgefochten. „Wir liefen anfangs bei den Pflegekassen als Altersheim, denn eine Einrichtung wie unsere gab es nicht“, sagt Bier. Erst nach vielen Jahren seien sie endlich als Wohnheim für seelisch Behinderte anerkannt worden.

„Einige unserer Bewohner sind schon seit 20 Jahren hier. Wir arbeiten aber daraufhin, die Menschen zu befähigen, wieder alleine leben zu können“, erklärt Bier und erzählt auch, dass die Bewohner immer jünger würden, vor allem Suchtkranke seien immer häufiger darunter.

Manuel Siemes, IHK-Wirtschaftsförderer der Region, überreichte der Familie eine Ehrenurkunde zum Firmenjubiläum. „Darauf kann man sehr stolz sein“, sagt er.

von Patricia Grähling

 
 
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