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Handwerker begeistern Schüler - und umgekehrt

Aktionswoche Handwerker begeistern Schüler - und umgekehrt

Sie sind Meister ihres Fachs, aber keine Lehrer. Und dennoch konnten die Vertreter der einzelnen Innungen viele Schüler für ihren Berufszweig begeistern. Die Praxis, weniger die Theorie stand dabei im Mittelpunkt der zweitägigen Veranstaltung.

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Peter Hessler zeigte Geräte und Maschinen in der Kfz-Werkstatt. Fotos: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Die Neuntklässlerin Ebru Dora aus der Georg-Büchner-Schule Stadtallendorf möchte später mal in der Auto-Branche arbeiten - im Handel als Verkäuferin. „Ich rede gern mit Menschen, finde Autos interessant. Ich glaube, das wäre der richtige Beruf für mich.“ Für Ebru war die Aktionswoche Handwerk der Kreishandwer­kerschaft Marburg daher die Gelegenheit, um einen Schritt weiterzukommen. Sie informierte sich über Berufe im Kraftfahrzeuggewerbe, unter anderem über die Tätigkeiten eines Mechatronikers. Wer Autos verkaufe, sollte auch wissen, welches Handwerk dahintersteckt, sagt die Schülerin.

Nicht alle Teilnehmer der Aktionswoche hatten solch genaue Berufsvorstellungen, aber das war auch ausdrücklich nicht erforderlich. Unter dem Motto „Nimm die Zukunft in deine Hände“ konnten die Teilnehmer ihr handwerkliches Geschick testen und sich von erfahrenen Handwerkern beraten lassen. „Das Angebot ist mit keiner Berufsbildungsmesse vergleichbar. Bei der Aktionswoche werden die Jugendlichen von Profis aus der Praxis angeleitet“, erklärte Meinhard Moog, stellvertretender Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. Kreishandwerksmeister Rolph Limbacher freute sich über eine Rekordbeteiligung. Gestern und vorgestern kamen jeweils 700 Schüler in die Umgehungsstraße nach Cappel. Erstmals hatte die Kreishandwer­kerschaft die Aktionswoche auf zwei Tage beschränkt, weil dies für die Schulen organisatorisch einfacher gewesen sei. Besonders beliebt waren bei den Schülern auch die Teilnahmebescheinigungen, die man nach jedem Workshop bekam sowie die Adresslisten mit möglichen Praktika-Plätzen in der Region. Etliche Schüler nutzten diesen Service, aber auch das direkte Gespräch, um einen Praktikumsplatz in den Herbstferien zu bekommen.

von Anna Ntemiris

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