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Handwerk ermöglicht „schnelles Durchstarten“

Betriebe reagieren auf Bewerberzahlen Handwerk ermöglicht „schnelles Durchstarten“

Eine Ausbildung im Handwerk eröffnet jungen Menschen später auch die Möglichkeit des Studiums. „Ausbildung ist das Beste, was man machen kann – als Betrieb und als junger Mensch“, weiß auch Hartmut Pfeiffer, stellvertretender Kreishandwerksmeister der Kreishandwerkerschaft Marburg.

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Der Azubi Jan Fisbeck stemmte auf der Memo Bauen einen Schriftzug in einen Balken, der für einen Pavillon im botanischen Garten bestimmt war.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Während unter anderem der kaufmännische Bereich von willigen Nachwuchskräften zum Teil überschwemmt werde, sehe der Ausbildungsmarkt in einigen Teilen des Handwerks anders aus. Bestimmte Berufsgruppen könnten sich auch hier nicht beschweren, andere traditionelle Handwerke klagten dagegen über steigenden Nachwuchsmangel.

„Es gibt viele offene Stellen und dabei jede Menge Chancen im Handwerk“, erklärt Pfeiffer. Auf den steigenden Fachkräftemangel habe die Branche reagiert und lege heutzutage mehr Wert auf flexible Arbeitsweise und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Generell biete eine handwerkliche Ausbildung zahlreiche neue Perspektiven – für beide Seiten. Dabei gehe es nicht rein um das Fachwissen – gerade das Handwerk lege neben fachlicher Qualifikation Wert auf die Vermittlung von allgemein gültigen und in jedem Beruf notwendigen Sozialkompetenzen.

Ob Pünktlichkeit, Teamwork, Umgang mit Kunden und den eigenen Stärken oder Schwächen – „es ist wichtig, jungen Leuten die Anforderungen des Lebens beizubringen wie auch die Fähigkeit, mit Neuem zurechtzukommen“, weiß Pfeiffer. Das Handwerk sei geprägt von stets neuen Herausforderungen, damit jedoch auch von einer besonderen Freiheit, die eine Entfaltung der eigenen Fähigkeiten und nicht zuletzt ein „schnelles Durchstarten im Beruf“ ermöglichen.

Ausbildungsende kann auch ein Anfang sein

Doch auch außerhalb der traditionellen Handwerksberufe ist noch Potenzial auf dem Ausbildungsmarkt vorhanden. Neben sinkenden Schulabgängerzahlen sorgt unter anderem der stete Ansturm auf die Hochschulen für wachsenden Azubi-Mangel.

Dabei machen sich viele potenzielle Nachwuchskräfte innerhalb der hektischen Suche nach einer „beruflichen Unterkunft“ oft nicht klar, dass eine endgültige Entscheidung des beruflichen Werdegangs auch noch nach einer erfolgreichen Ausbildung getroffen werden kann, beziehungsweise auf einer solchen aufbaut. Etwa ist nicht jedem bewusst, dass ein angestrebter Realschulabschluss im Rahmen einer Lehre und parallel zur Berufsschule leicht nachgeholt werden kann.

Auch die Möglichkeit, erst nach der Ausbildung ein Studium zu beginnen, lassen noch viele Bewerber außer acht. Unter bestimmten Voraussetzungen ist der Besuch der Uni nach einer anerkannten Berufsausbildung möglich – auch ohne Abitur, im sogenannten dritten Bildungsweg.

von Ina Tannert

 
Top 10: Beliebteste Ausbildungsberufe

1.     Kaufmann/frau im Einzelhandel
2.     Industriekaufmann/frau
3.     Medizinische/r Fachangestellte/r
4.     Kaufmann/frau – Büromanagement
5.     Verkäufer/in
6.     Kfz-Mechatroniker – Pkw-Technik
7.     Industriemechaniker/in
8.     Bankkaufmann/frau
9.     Tischler/in
10.   Elektroniker/in für Betriebstechnik

 Quelle: Agentur für Arbeit

 
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Der Endspurt um die Plätze beginnt

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