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Hambüchens Gedanken über die Energiewende

Unternehmertreffen Hambüchens Gedanken über die Energiewende

Rund 80 Geschäftskunden sind der Einladung des Energiekonzerns Eon zu einem Unternehmertreffen an der Dammühle ­gefolgt. Turnstar Fabian Hambüchen sprach dort über sportliche Erfolge – und über frische Luft.

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Sprach beim Unternehmertreffen an der Dammühle mit Moderator Thomas Lörkens (links) nicht nur über Sportliches: Olympiasieger Fabian Hambüchen.

Quelle: Nadine Weigel

Wehrshausen. Wolfgang Hambüchen ist kein Fan von Windkraftanlagen – zumindest mag er sie nicht in seiner Nachbarschaft, wie sein Sohn Fabian am Sonntag beim Eon-Unternehmerforum berichtete: „Er flucht immer über die ‚scheiß Windräder‘.“ Teilweise seien nahegelegene Anlagen am Haus der Familie in Wetzlar zu hören, zu sehen seien sie immer.

Fabian Hambüchen selbst hat dazu eine etwas differenziertere Meinung: „Natürlich sehen sie nicht besonders gut aus. Aber sie haben ihren Sinn, wir wollen schließlich alle frische Luft atmen“, sagte der Olympiasieger von Rio de Janeiro im Podiumsgespräch mit Eon-Mitte-Regionaldirektor Rüdiger Fittje, Geschäftskunden-Vertriebsleiter Hans-Peter Wittich sowie Moderator Thomas Lörkens.

Er mache sich seine Gedanken über die Energiewende, sagte Hambüchen, gerade auch mit Blick auf seinen geplanten Hausbau in Wetzlar: „Hat es Sinn, Photovoltaikanlagen aufs Dach zu packen? Welche Technologien gibt es noch? Das sind Fragen, mit denen ich mich beschäftige.“

„Ich hatte den Traum, Olympiasieger zu werden“

Diese Themen seien es auch, die für Energiekonzerne wie Eon zunehmend an Bedeutung gewinnen würden, erläuterte Wittich: „Strom und Gas werden immer weniger wert. In Zukunft werden für uns Energiedienstleistungen noch wichtiger sein.“ Anspruch sei es, sagte er in Richtung der etwa 80 anwesenden Unternehmer, nicht nur Energie zu liefern, sondern private wie geschäftliche Kunden auch zu betreuen und zu beraten – wie etwa im Bereich der eigenen Energieproduktion mit Photovoltaikanlagen.

Der größte Teil des Gesprächs drehte sich jedoch weniger um Energie, Versorgung und Beratung, mehr um Fabian Hambüchen als Mensch und Sportler. Der 29-Jährige berichtete, schon als Kind kaum etwas lieber gemacht zu haben, als zu turnen. Als Jugendlicher habe er „höchstens mal für einen Tag aus der Emotion heraus“ ans Aufhören gedacht, wenn er sich mal mit seinem Vater, zugleich bis heute sein Trainer, gezofft hatte.

Er erzählte von seinen Erfolgen: dem WM-Titel 2007, Bronze bei den Olympischen Spielen 2008 in Peking, Silber 2012 in London. Und warum er anschließend unbedingt weitermachen wollte: „Ich hatte den Traum, Olympiasieger zu werden. Ich wollte es noch einmal versuchen.“ Im vergangenen Jahr holte er in Brasilien trotz einer Schulterverletzung Gold am Reck. „Das war der Wahnsinn!“

Im Herbst wieder für die KTV am Start

Im Frühjahr ließ sich Hambüchen an der lädierten Schulter operieren, befindet sich jetzt in der Reha, ist motiviert wie eh und je: „Wenn man etwas nicht machen kann, dann will man es umso mehr.“ Seine internationale Karriere hat der amtierende „Sportler des Jahres“ beendet, ist gerade in Berlin verabschiedet worden.

National will er weitermachen. Er erzählte von seinem Ziel, im Herbst wieder für die KTV Obere Lahn in der Kunstturn-Bundesliga zu turnen und warb für die verbleibenden Heimwettkämpfe der Hinterländer Riege in dieser Saison: am 28. Oktober gegen den SC Cottbus und am 11. November gegen die TG Saar. „Was da in Biedenkopf abgeht, ist der Hammer. Ich kann nur jedem empfehlen, da mal hinzugehen“, sagte er, ehe er sich viel Zeit für Autogramme nahm und alle Fotowünsche erfüllte.

von Stefan Weisbrod

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