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HOPPE will weitere Märkte im Ausland erobern

Bilanz und Ausblick HOPPE will weitere Märkte im Ausland erobern

Das Familienunternehmen HOPPE setzt weiter auf Expansion, teilte Wolf Hoppe während der traditionellen Jubilarehrung in Bromskirchen mit.

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Der weltweit agierende Griffehersteller aus Stadtallendorf hat ein Vermarktungsgesellschaft in China gegründet.

Quelle: Archivfoto

Bromskirchen. „Die Euro-Krise ist noch nicht vorbei – auch wenn man in den Medien teilweise anderes hört“, sagt Wolf Hoppe, Eigentümer und Chef der HOPPE AG mit Sitz in Stadtallendorf. Während der Jubilarehrung im Dorfgemeinschaftshaus Bromskirchen – dort hat HOPPE ein weiteres Werk – zog der 62-jährige Firmenchef Bilanz und wagte einen Ausblick ins nächste Jahr.

Deutschland ist der größte Markt der HOPPE AG, hier sei alles im „grünen Bereich“, doch der Farbton werde blasser. Im für den Griffehersteller relevanten Bereich der deutschen Bauwirtschaft sei die Aufwärtsbewegung nicht so stark gewesen, wie zunächst erwartet, und habe im zweiten Halbjahr nachgelassen.

Im Unternehmen sei der erste Teil des Jahres entsprechend besser gelaufen als der zweite. Der Einsatz und die Flexibilität der Mitarbeiter wurden auch 2014 wieder mit einer erfolgsabhängigen Einmalzahlung gewürdigt. „Unsere guten Zuwächse bei Umsatz und Gesamtleistung gehen zum einen auf ein Mehr vom Markt zurück, zum anderen aber auf Veränderungen in der Aufteilung, welche Gesellschaft was innerhalb der HOPPE-Gruppe herstellt“, erläuterte Wolf Hoppe.

In Zahlen bedeutet dies: Die Gesamtleistung der HOPPE AG – entspricht in etwa des Umsatzes – werde 2014 voraussichtlich bei 165 Millionen Euro liegen, das sei ein Plus von fast zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Gesamtleistung der HOPPE-Gruppe liege bei etwa 242 Millionen Euro.

Chef verordnet Unternehmen ein Fitness-Programm

In der HOPPE-Gruppe mit Sitz in der Schweiz sind fast 2700 Personen beschäftigt, davon fast 1500 in Stadtallendorf bei der HOPPE AG. Stadtallendorf bleibt das Edelstahl-Werk der AG: Dort werden Beschlagsysteme vorwiegend aus Edelstahl für Türen und Fenster entwickelt, hergestellt und auch vermarktet. Auch aus Kunststoff, Messing und Aluminium stellt die Firma Griffe her.

Wolf Hoppe kündigte das „intensivste Fitness-Programm“ in der über 60-jährigen Geschichte des Unternehmens an. Alle Bereiche des Unternehmens seien betroffen, der Schwerpunkt liege derzeit auf der Optimierung der Produktion durch die Konzentration und Fokussierung der Kompetenzen der Werke. Die größten Veränderungen fänden im Werk in Crottendorf/Erzgebirge statt. Auf Nachfrage der OP erläuterte das Unternehmen, dass dieses Werk das einzige Montage- und Logistik-Zentrum für die Gruppe werden soll. Das ist seit einem Jahr geplant, der Veränderungsprozess sei noch nicht abgeschlossen.

Aber es gebe noch viele weitere Projekte, in der Vermarktung beispielsweise eine „Expansions-Strategie“, in deren Zuge unter anderem eine Vermarktungsgesellschaft in Shanghai eröffnet worden sei. HOPPE ist bereits seit Jahren in China auf dem Markt präsent. Für diesen Markt benötige man die neue Vermarktungsgesellschaft. Denn auch wenn in China Plagiathersteller unterwegs sind, gibt es eine Kundschaft, die Wert auf das Original deutsche Qualitätsprodukt legt.

Familien-Charta

Nicht nur neue Märkte, auch neue Medien sind Thema bei HOPPE. Auf ein „überaus strategisches“ Projekt ging der Unternehmer besonders ein: die Nachfolgeregelung. Wolf Hoppe, der das Unternehmen in der zweiten Generation zusammen mit seinem Bruder Christoph führt, bekennt sich dazu, soweit möglich soziale Verantwortung für die Mitarbeiter übernehmen zu wollen. Zu seinen Beweggründen für sein unternehmerisches Handeln führte er aus: „Ich möchte am Tag X ein gesundes Unternehmen an die nächste Generation übergeben.“

Und dieser Übergang an die nächste Generation – sein Sohn Christian ist bereits seit knapp drei Jahren als erster der dritten Generation im Unternehmen tätig – müsse natürlich frühzeitig geregelt werden. Deshalb sei im Familienkreis eine Familien-Charta erarbeitet worden, die die Grundlage dafür darstelle, dass HOPPE auch in den nächsten Generationen ein eigentümergeführtes Familien-Unternehmen bleiben könne. „Ihre Unterzeichnung am 23. August ist ein wichtiger Meilenstein in der Geschichte der Familie und des Unternehmens.“ Das könne auch den Mitarbeitern Sicherheit geben.

2015 werde ein intensives Jahr der weiteren Umsetzung des Strategie-Paketes werden, war sein Ausblick. Die Verflechtungen innerhalb der HOPPE-Gruppe würden noch enger werden: „Nie war so viel ‚Gruppe‘ wie heute – und es muss und wird noch mehr werden“, so die Programmierung für die Zukunft. „HOPPE ist ein eigentümergeführtes Familien-Unternehmen – aber nicht lokal, regional oder national, sondern global orientiert – allerdings ohne die konzern-typischen Nachteile“, so Hoppe.

von Anna Ntemiris

 
Ehrungen
36 Jubilare wurden für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Unternehmen geehrt, davon je 18 aus Stadtallendorf und aus Bromskirchen. Bei der Feier wurden außerdem 39 Mitarbeiter in den Ruhestand verabschiedet. Für 25 Jahre wurden folgende Stadtallendorfer Mitarbeiter geehrt: Yusuf Aydogan aus Stadtallendorf, Susanne Bauer aus Kirtorf, Norbert Becker, Anita Gatzert-Bieber und Jürgen Vorig aus Rauschenberg, Frank Fischer aus Rabenau, Carsten Fohsel und Lubomir Zuber aus Neustadt, Dirk Merle aus Willingshausen, Rainer Metz aus Rabenau, Burkhard Nau, Silke Grähling, Clemens Steinhaus und Andreas Pitz aus Kirchhain, Manfred Schäfer, Reinhold Schaub und Wolfgang Schindler aus Stadtallendorf, Matthias Schulte aus Medebach.
Wolf Hoppe (links) und Heiko Hoppe (rechts) ehrten (obere Reihe von links): Matthias Schulte, Manfred Schäfer, Burkhard Nau, (mittlere Reihe von links): Wolfgang Schindler, Rainer Metz, Carsten Fohsel, Jürgen Vorig, (untere Reihe von links): Dirk Merle, Susanne Bauer, Andreas Pitz und Reinhold Schaub. Privatfoto

Wolf Hoppe (links) und Heiko Hoppe (rechts) ehrten (obere Reihe von links): Matthias Schulte, Manfred Schäfer, Burkhard Nau, (mittlere Reihe von links): Wolfgang Schindler, Rainer Metz, Carsten Fohsel, Jürgen Vorig, (untere Reihe von links): Dirk Merle, Susanne Bauer, Andreas Pitz und Reinhold Schaub. Privatfoto

Quelle: Wolf Hoppe (links) und Heiko Hoppe (rechts) ehrten (obere Reihe von links): Matthias Schulte, Manfred Schäfer, Burkhard Nau, (mittlere Reihe von links): Wolfgang Schindler, Rainer Metz, Carsten Fohsel, Jürgen Vorig, (untere Reihe von links): Dirk Merle, Susanne Bauer, Andreas Pitz und Reinhold Schaub. Privatfoto
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