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Gute Kinderstube hilft bei Jobsuche

Benimmschule Gute Kinderstube hilft bei Jobsuche

Bei der Tanzschule Seidel können junge Menschen nicht nur tanzen lernen. Auch die richtigen Umgangsformen für Gesellschaft und Beruf werden dort vermittelt.

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Was Kinder beim Essen noch dürfen, gilt bei Jugendlichen schon als schlechte Tischmanieren. Damit junge Menschen sich beim Essen und im Beruf nicht blamieren, schult Alexander Seidel seine Tanzschüler.

Quelle: Kutsch/Frajese

Marburg. Wie begrüße ich jemanden richtig? Wie habe ich mich bei Tisch zu benehmen? Und was ziehe ich beim Bewerbungsgespräch an? Solche und andere Fragen zum Thema Umgangsformen kann Alexander Seidel beantworten.

Der Tanzlehrer beschäftigt sich seit Jahren mit Benimmregeln – und legt selbst viel Wert auf korrekte Umgangsformen: Wenn er mit Freunden in ein Lokal geht, möchte er einen gemütlichen Abend verbringen und Gespräche führen. Sitzen dann Menschen am Nachbartisch, die keine Rücksicht nehmen und sich sehr laut unterhalten, gehört das für Seidel nicht zum guten Ton. „Einem Großteil der Bevölkerung fehlt das Bewusstsein dafür, dass sie stören, wenn sie in der Öffentlichkeit etwa sehr laut in ein Handy sprechen.“

Bereits in den 90er Jahren habe der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband (ADTV) sich des Themas angenommen und ein „Anti-Blamier-Programm“ für Jugendliche konzipiert. „Dabei lernen die Jugendlichen, nicht in Fettnäpfchen zu treten, sondern sich in für sie typischen Lebenssituationen angemessen zu verhalten“, erzählt Seidel. Der Marburger Tanzlehrer selbst kam schon viel früher mit den Regeln des guten Benehmens in Kontakt: In den 70er Jahren habe er in einer Tanzschule in Bielefeld gearbeitet. Sein dortiger Chef, Tilo Schneider, sei ein „richtiger Grandseigneur“ gewesen.

Seidel hat in den vergangenen Jahren schon vielen Menschen gute Ratschläge für richtiges Benehmen mit auf den Weg gegeben: Nicht nur in Tanzkursen für Jugendliche habe er das Thema integriert, sondern schon in verschiedenen Schulen, Firmen und Verbindungshäusern Tipps für gutes Benehmen gegeben. Nun ist Seidel einer von 150 Tanzlehrern in Deutschland, die als Trainer für Umgangsformen im Beruf ein Zertifikat erhalten haben. Im Landkreis ist er der erste. Bei einer Weiterbildung der Industrie- und Handelskammer (IHK) Rheinhessen haben sich Tanzlehrer fortbilden lassen, um gemeinsam Auszubildenden einen leichteren Einstieg in das Berufsleben zu ermöglichen.

„Jeder, der die vielfältigen Weiterbildungsangebote nutzt, macht es richtig“, sagte Henner Geil von der IHK Kassel. „Nur so kann man den wandelnden Anforderungen der Kunden immer wieder gerecht werden.“

von Patricia Kutsch

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