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Gut gerüstet für die Hitzewelle

Hochsommer Gut gerüstet für die Hitzewelle

Deutschland erlebt die zweite Hitzewelle dieses Sommers. Am Wochenende wird der Höhepunkt erwartet - eine Abkühlung ist nicht in Sicht.

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Marburg. Beim Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach häufen sich dieser Tage die Beschwerden übers Wetter. „Wann wird es endlich kühler?“ sei die häufigste Frage, sagte Meteorologe Lars Kirchhübel. Die Menschen sind in diesen Tagen gefühlten 38, 39 oder sogar 40 Grad ausgesetzt obwohl das Thermometer um die 35 Grad anzeigt. Zur objektiv messbaren Temperatur kommt nämlich Feuchtigkeit. Es wird schwül.

Wohl dem, der in eines der Freibäder gehen kann und nicht arbeiten muss. Oder zumindest an keinen Dresscode gebunden sind. „Unsere Mitarbeiter tragen bankübliche Kleidung - auch im Sommer“, sagte Michael Frantz, Marketingleiter der Sparkasse Marburg-Biedenkopf. „Zum Glück gibt es Hemden, Anzüge, Kleider und mehr ja auch in leichten Qualitäten, die für einen echten Sommer, wie wir gerade einen erleben dürfen, geeignet sind.“

Tipps, wie Sie die Hitze erträglich machen

Die schwüle Hitze macht zu schaffen. Trinken man dann noch zu wenig, kann es zu ernsten Problemen kommen. Ältere Menschen haben ein geringeres Durstgefühl und weniger Körperwasser als jüngere. Gerade für sie ist es wichtig, regelmäßig zu trinken. Experten empfehlen, täglich 30 Milliliter Flüssigkeit pro Kilogramm Körpergewicht zu trinken. Das macht bei 60 Kilogramm knapp zwei Liter. Bei großer Hitze sollte ein Dreiviertelliter mehr getrunken werden.

Die Ozonwertesteigen an

Die anhaltend hohen Temperaturen und wolkenfreien Wetterlagen haben einen deutlichen Anstieg der Ozonwerte zur Folge. Bereits am Montag ist in Marburg eine Überschreitung des Grenzwertes von 180 Mikrogramm Ozon je Kubikmeter Luft gemessen worden (185,7 Mikrogramm um 13 Uhr). Das Landesamt für Umwelt und Geologie erwartet einen weiteren Anstieg der Werte. Die Behörde rät deshalb, tagsüber auf sportliche Ausdauerleistungen zu verzichten. Gelangt beim Sport Ozon in die Atemwege, kann es passieren, dass die Muskeln nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Erst ab 17 Uhr sinken die Ozonwerte wieder.

Sonnenschutz: Je höher desto besser

Vor allem in der Mittagszeit sollte direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden. In jedem Fall gilt für den Aufenthalt draußen: Einschmieren mit Sonnencreme und dabei einen möglichst hohen Sonnenschutzfaktor verwenden. Ist man Hauttyp eins, also sehr hell, beträgt die Eigenschutzzeit nur rund zehn Minuten. Bei Typ zwei - wie die meisten Mitteleuropäer - 20 Minuten, und so weiter. Als Orientierung: Bei einer Sonnencreme mit Lichtschutzfaktor zehn verzehnfacht sich die Zeit, die man in der Sonne bleiben kann. Diese Zeitangaben ist allerdings nur ein theoretische Wert, wenn man sich optimal eingecremt ist. In der Praxis kann der Sonnenschutz durch Schwitzen oder Schwimmen niedriger.

Auch die Pflanzen brauchen mehr Wasser

Auch die Pflanzen haben mit der Hitze zu kämpfen. Hier gilt:

  • Nachts gießen: Am besten ist das Gießen zwischen drei und vier Uhr. Dann ist der Boden am kühlsten. Eine Bewässerungsanlage mit Zeitschaltuhr kann diese Aufgabe übernehmen. Wer nicht mitten in der Nacht aufstehen will, sollte am frühen Morgen statt abends gießen.
  • Ausreichend gießen: Stellt Sie beim Sprinkeln ein Wasserglas auf den Rasen. Ist das Glas etwa 1,5 Zentimeter gefüllt, haben die Halme ausreichend Wasser bekommen.
  • Gewitter reichen oft nicht: Die kurzen Schauer bei Gewittern befeuchten oft nur die Erdoberfläche. Gießen sollte man Pflanzen also zusätzlich.
  • Rasenschnitt liegenlassen: Der Rasenschnitt speichert Feuchtigkeit und schütze so das Grün vor dem Austrocknen. Topfpflanzen überstehen längere Trockenphasen an schattigen und windgeschützten Orten besser.

von Andreas Arlt

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