Volltextsuche über das Angebot:

23 ° / 15 ° wolkig

Navigation:
Grüne Bühne für den Frühling

„Marburger Frühling“ Grüne Bühne für den Frühling

Marburg will sich vom 20. bis 22. März wieder von seiner schönsten Seite zeigen: Bei der Neuauflage des „Marburger Frühlings“ mit verkaufsoffenem Sonntag, Kleinkunst und Aktionen.

Voriger Artikel
In Berlin heißt es: „Hoch de Humpe“
Nächster Artikel
Betrieb muss Kläger trotz Lüge beschäftigen

Giovanni Gassenhauer beschert den Besuchern auch dieses Jahr wieder „Glucksmomente“.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Wenn der Wilhelmsplatz von einem Tag auf den anderen plötzlich in einer bunten Blütenpracht erstrahlt, ist das ein deutliches Signal: Die Auszubildenden der Gärtnerei des Dienstleistungsbetriebs Marburg haben ihre Ideen in die Tat umgesetzt und so den Startschuss für den „Marburger Frühling“ gegeben.

Für Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) ist klar: „Es gibt so ein paar Daten, auf die man sich freut. Und der Marburger Frühling gehört ganz klar dazu.“ Auch die zwölfte Auflage des Events solle dazu dienen, „Marburg als Bühne für den Frühling zu nutzen“.

Die Veranstaltung sei ganz klar „ein Wochenende für die ganze Familie, weil Jung und Alt in der Stadt sind und gerade die Kleinkunst etwas ganz Besonderes ist, das man nicht jeden Tag zu sehen bekommt“.

Bewährte Komponenten und neue Kleinkünstler

Marburgs Stadtmarketingkoordinator Jan-Bernd Röllmann verdeutlicht zum Programm am verkaufsoffenen Sonntag: „Wir haben natürlich bewährte Dinge übernommen, wie beispielsweise die Weidenhäuser Fahrradbörse, die inzwischen mit über 200 Fahrrädern ein Highlight über die Grenzen von Marburg hinaus ist.“

Das sei seines Wissens nach die größte Fahrradbörse Hessens. Auch der beliebte Flohmarkt in Weidenhausen wird wieder stattfinden, und auch der Kaufpark Wehrda werde sich mit eigenen Programmpunkten am Marburger Frühling beteiligen.

Ebenso seien die Blumenmädchen (kleines Foto: Schmidt) ein fester Bestandteil des Events. „Insgesamt werden etwa 4 000 Narzissen kostenlos verteilt. Die Mädchen haben manchmal ein kleines Problem: Sie sind kaum aus dem Blumenlager raus, dann stehen die Besucher schon Schlange“, so Röllmann. Wenn man die Blumen mit nach Hause nehme, „dann nimmt man auch ein Stück Marburg mit“, sagt er.

Der Marktplatz werde am Sonntag mit drei unterschiedlichen Programmpunkten bespielt, wie Anne Fiedler vom Stadtmarketing erläutert: „Wir haben einen Diabolo-Künstler, der seine Diabolos gerne mal über 30 Meter hoch fliegen lässt.“ Außerdem werde mit „The Bombastics“ die „beste Clownband der Welt“ zu Gast sein, und Karel Casier bietet in acht Metern Höhe eine spektakuläre Verbindung von Artistik und Slapstick.

Bimorphes (Un-)wesen in der Nordstadt

Am Hanno-Drechsler-Platz wird Karikaturist Waldo die Besucher porträtieren, in der Universitätsstraße ist indes Giovanni Gassenhauer mit seinem Marktkarren unterwegs. Er zog auch vergangenes Jahr durch die Stadt und hat „Glucksmomente“ verteilt.

In der Nordstadt soll derweil Dr. Kelbassa mit seinen „biomorphen Wunderwesen“ sein Unwesen treiben – er hat die Wesen beispielsweise in den Geschäften versteckt, und wer mit Dr. Kelbassa auf Entdeckungsreise geht, kann Einkaufsgutscheine gewinnen.

Am Steinweg wird Boyaci Hüseyin als türkischer Schuhputzer nicht nur Schuhe auf Hochglanz polieren, sondern auch für gute Laune sorgen. Außerdem werden zwei Marching-Bands in der Stadt unterwegs sein: Die „Red Hot Dixie Devils“ und die „Big Feet Boys“ sorgen für musikalische Unterhaltung. Abgerundet wird das Programm beim Bücher-, Platten- und Video-Flohmarkt im Kulturladen KFZ.

Für den „blumigen Rahmen“ sorgt der Fachdienst Stadtgrün, Klima- und Naturschutz: Schon ab Freitag sind die farbenfrohen Pflanzgefäße im Stadtgebiet aufgebaut. Die anisgrünen, weinroten und kobaltblauen Farbtupfer sollen das Grau des Winters vertreiben und den Beginn des Frühlings unterstreichen. Sie werden für etwa drei Wochen farbige Akzente in der Stadtlandschaft setzen, wie Silvia Vignoli erläutert. „Wir haben ein neues Farbkonzept: Dieses Jahr werden wir in Weiß, Gelb, Orange und Blau bepflanzen“, sagt sie – zwischen 8000 und 10 000 Pflanzen würden dabei gepflanzt.

von Andreas Schmidt

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr