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Größte Investition der Firmengeschichte

CSL Behring Größte Investition der Firmengeschichte

Am Donnerstag ist der symbolische Spatenstich: CSL Behring wird eine neue Anlage für die Basisfraktionierung von ­Humanplasma bauen.

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So sieht eine Visualisierung für das neue Gebäude auf dem Görzhäuser Hof in Michelbach aus, die CSL der OP zur Verfügung stellte.

Quelle: CSL Behring

Marburg. Es ist für den CSL-Standort Marburg die größte Investition in der Firmengeschichte, die am Donnerstag mit einem offiziellen Spatenstich ein neues Kapitel schreibt: Das Pharma­unternehmen wird für 245 Millionen Euro eine neue Anlage für die Basisfraktionierung von Humanplasma bauen.

Die Fläche, auf der die neue Basisfraktionierung gebaut werden­ 
soll, wurde in den vergangenen ­Monaten als Parkplatz genutzt. Dieser ist geräumt, so dass unmittelbar nach dem Spatenstich am Donnerstag mit den Erdarbeiten angefangen werden kann.

In der Basisfraktionierung finden die ersten physikalisch-biochemischen Prozesse statt, mit denen aus tiefgefrorenem Humanplasma über weitere aufwändige Produktionsschritte ­
lebensrettende und lebenserhaltende Medikamente hergestellt werden. Der Aufsichtsrat der CSL-Gruppe hatte im ­Juni grünes Licht für das Projekt gegeben ( die OP berichtete).

Die Medikamente werden in der Notfallmedizin eingesetzt oder bei Patienten mit schweren und seltenen Erkrankungen wie zum Beispiel Gerinnungsstörungen oder Defekten des Immunsystems. Durch die weltweit zu erwartende ­Bedarfssteigerung von Plasmaprodukten waren die Kapazitäten am Standort Marburg nicht mehr ausreichend, hatte Craig Shelanskey, Geschäftsführer von CSL Behring im Juni im OP-­Gespräch erklärt.

„Investitionen zeigt Bedeutung des Standorts Marburg“

Die Grundsteinlegung ist für Frühjahr 2017 geplant. Nach einer Bauzeit von etwa zwei Jahren kann das Unternehmen mit ersten Testläufen beginnen. Im Jahr 2024 könnte der Betrieb für den weltweiten Markt beginnen, so Shelansky. Die neuen Anlagen werden so ausgelegt sein, dass unterschiedliche biotechnische Prozesse zur Auftrennung des biologischen Rohstoffs Plasma eingesetzt werden können.

Dies ermögliche zum einen, weiterhin die Vielfalt der Marburger Produkte herzustellen und zum anderen, Zwischenprodukte zur Verarbeitung an andere CSL-Standorte abzugeben. Dabei werden durch ­moderne Anlagentechnik und einen erhöhten Automatisierungsgrad nicht nur effizientere­ Prozesse, sondern gleichzeitig auch anspruchsvollere, attraktive Arbeitsplätze entstehen.

„Die genehmigten Investitionen in Höhe von rund 245 Mio. Euro zeigen einmal mehr, welche Bedeutung CSL, die australische Muttergesellschaft von CSL Behring, dem Standort Marburg als bedeutendem Mitglied der Unternehmensgruppe zumisst. So bedeutet die Umsetzung des aufwändigen Neubauprojekts für Marburg einen weiteren Schritt in Richtung ­Expansion, Zukunftsfähigkeit und Nachhaltigkeit der Standortaktivitäten innerhalb der CSL Gruppe“, erklärte das ­Unternehmen anlässlich des bevorstehenden Spatenstichs.

Unterdessen bestätigte CSL Behring, dass es Veränderungen in der Geschäftsführung gebe: Der bisherige zweite Geschäftsführer Matthias Kutz (54) ­
habe sich entschieden, CSL ­Behring zu verlassen, um eine neue berufliche Chance zu ergreifen, heißt es. Sein Nachfolger ist Dr. Lutz Bonacker (51), der neben Shelansky an der Spitze des Unternehmens in Marburg steht.

von Anna Ntemiris

 
 
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