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Google löscht auf Antrag die Rohdaten

Marburg Google löscht auf Antrag die Rohdaten

Kaum ein anderer Internet-Dienst hat hierzulande in den vergangenen Wochen und Monaten die Gemüter von Nutzern und Datenschützern so erregt wie Googles neues „Street View“ – auch in Marburg und im Landkreis.

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Michael Rupp fotografierte den Google-Opel mit aufgeklappter Kamera im Mai in der Universitätsstraße in Marburg im zähfließenden Verkehr mit dem Handy.

Quelle: Michael Rupp

Marburg. Mit seinen Kamerafahrten durch die deutschen Innenstädte löste der Internet-Konzern mancherorts heftige Proteste aus. Zahlreiche OP-Leserinnen und -Leser sowie OP-Twitter-Follower sichteten Kamerafahrzeuge von „Street View“ – zunächst in Marburg und im Ostkreis, in den vergangenen Tagen auch von Gladenbach über Dautphetal und Biedenkopf bis nach Bad Laasphe.

Von Spionage war die Rede, sogar von der bedrohten Sicherheit besonders zu schützender Personen, und auch ein komplettes Verbot der Kamerafahrten wurde gefordert. Pfarrer und Ärzte fühlten sogar ihre Schweigepflicht untergraben.

Nun ist der Streit um mangelnden Datenschutz zumindest aus Sicht des zuständigen Datenschutzbeauftragten beigelegt. Nach wochenlangen Verhandlungen habe der kalifornische Internet-Konzern die an ihn gestellten Forderungen akzeptiert, teilte der hamburgische Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar gestern mit.

Google wird künftig bei allen Aufnahmen von Personen, Grundstücken oder Autos, gegen die Widerspruch eingelegt wird, in einer bestimmten Frist auch die Rohdaten unkenntlich machen.

von Michael Acker

Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der Donnerstagsausgabe der OP.

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