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Gladenbacher Handel im Wandel

Lebensmittelmärkte Gladenbacher Handel im Wandel

In das neue Projekt im Kirchberg-Center kommt nun anscheinend Bewegung. Womöglich noch in diesem Februar soll das Konzept vorgestellt werden.

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Dieses Bild entstand, als es Tegut noch gab. Rechts vom Aldi-Parkplatz soll ein Markt entstehen. Die Bäume wurden inzwischen gefällt. Die Gebäude werden abgerissen. Archivfoto: Thorsten Richter

Gladenbach. Noch hüllen sich alle Beteiligten in Schweigen, soviel aber steht fest: Die Rewe-Gruppe möchte im Zentrum Gladenbachs einen neuen Lebensmittelmarkt errichten. Dieses Interesse bestätigte sie erneut auf Anfrage der OP. Katrin Allstädt, zuständig für Unternehmenskommunikation, kündigte an, hierzu werde es in den nächsten zwei bis drei Wochen eine Pressekonferenz zusammen mit Bürgermeister Knierim und dem potenziellen Investor geben. Dem Magistrat der Stadt Gladenbach wurden die Pläne bereits vorgestellt.

Von anstehenden größeren Veränderungen berichtete die OP bereits im März vergangenen Jahres. Noch ist nichts spruchreif, aber am Kirchberg-Center stehen große Veränderungen an.

Bornsbach darf nichtdirekt überbaut werden

November 2012 schloss im Kirchberg-Center der Tegut-Markt. Seither brodelt in Gladenbach die Gerüchteküche. Bereits vor Weihnachten im selben Jahr fanden auf dem Areal zwischen Schlachthausweg, Bornsbachstraße und dem bestehenden Geschäfte-Areal Vermessungsarbeiten statt, zum einen wegen anstehender Neuplanungen, zum anderen wegen vorgesehener Abbrucharbeiten. Um genügend Platz für einen neuen Markt und weitere Parkplätze zu schaffen, soll das ehemalige Schlachthaus abgebrochen werden. Das Gebäude und das dazugehörige Gelände werden von einem Bauunternehmen genutzt, das umziehen wird.

Es gebe mehrere Interessenten für den Bau eines neuen Marktes, noch sei aber nichts in trockenen Tüchern, sagte Sven Burk vor knapp einem Jahr. Ihm gehört der größte Teil des betreffenden Geländes, und er ist Vermieter der Gebäude des Kirchberg-Centers. „Wir wollen einen starken und verlässlichen Partner“, kündigte er seinerzeit an. Den hat er offenbar gefunden. Der Schwerpunkt des Marktes soll auf Lebensmitteln liegen.

Damit soll die Lücke geschlossen werden, die Tegut seit der Schließung seiner Filiale in Gladenbach hinterlassen hat.

Burk gehört auch das Gebäude, in dem Tegut von 1994 an Mieter war. Der Mietvertrag wäre ursprünglich erst zum 31. Oktober 2013 ausgelaufen. Dann einigten sich aber beide Parteien auf die Beendigung des Mietverhältnisses zum 31. März vergangenen Jahres. Dem Vernehmen nach haben seine Mieter NKD und Deichmann Interesse, in das ehemalige Tegut-Gebäude umzuziehen. Fakt ist: Das Gebäude wir nun entkernt, für eine neue Nutzung vorbereitet.

Altes Tegut-Gebäude wird für Läden hergerichtet

Aus diesem Grund ist vor wenigen Tagen Horst Kaletsch mit seinem Floristik-Geschäft „Blatt und Blüte“ vom Foyer des ehemaligen Marktes vorübergehend in den früheren Tegut-Getränkemarkt umgezogen.

Während andernorts in der Nähe eines Rewe-Marktes die Drogeriekette dm zu finden ist, wird das in Gladenbach nicht der Fall sein. Alexander Hüge, dm-Gebietsverantwortlicher in der Region sagte der OP: „Generell sind wir stets auf der Suche nach geeigneten Objekten, die unseren Ansprüchen an ein familienfreundliches Einkaufserlebnis gerecht werden. Auch für unsere Gladenbacher Kunden möchten wir die Wege zu einem dm-Drogerie-Markt künftig weiter verkürzen. Derzeit gibt es jedoch noch keine konkreten Pläne zu einer Neueröffnung.“ Für die meisten Nachbarn hat sich die Schließung von Tegut negativ auf die Umsätze ausgewirkt. Der sehnlichst erwartete neue Anbieter eines Lebensmittel-Vollsortimentes soll die verlorengegangene Kundschaft wieder zurückholen.

Womöglich wird das neue Marktgebäude auf Ständer gestellt und so dem Gelände-Niveau des Aldi-Parkplatzes angeglichen. Das hat den Vorteil, dass die dort verrohrte Bornsbach nicht direkt überbaut würde, denn das ist nicht zulässig.

Auf Anfrage der OP kündigte Tegut jetzt an, dass es einen Neuanfang in Gladenbach möchte: „Wir wären gerne in Gladenbach geblieben, haben uns aber leider nach mehrjährigen Verhandlungen nicht mit unserem damaligen Vermieter Burk über die erforderliche Revitalisierung einigen können. Wenn sich uns eine gute Chance für einen neuen Markt bietet, werden wir sie ergreifen. Derzeit prüfen wir ein Standortangebot“, erklärte Unternehmenssprecherin Stella Kircher.

Außer den laufenden Planungen gab es im vergangenen Jahr Bewegung im Kirchberg-Center: Das dort lange beheimatete chinesische Restaurant ist in die Räume der Gaststätte Petersburg in Weidenhausen umgezogen. In den früheren Restaurant-Räumen an der Ecke Adolf-Theis-Straße/Kirchbergstraße ist ein Zahnarzt-Center entstanden.In das neue Projekt im Kirchberg-Center kommt nun anscheinend Bewegung. Womöglich noch in diesem Februar soll das Konzept vorgestellt werden.

von Hartmut Berge und Anna Ntemiris

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