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Baubeginn für „letztes Puzzleteil“

Ergotherapieschule Baubeginn für „letztes Puzzleteil“

In gut einer Woche rücken die Bagger an – für den Neubau der Ergotherapieschule in Cölbe. Dann ist die ehemalige Industriebrache am Schubstein komplett bebaut.

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Beim „Spatenstich“ auf dem Parkplatz: Thomas Wagner (von links) vom Bauamt der Gemeinde Cölbe, der Erste Beigeordnete Hans Rösel, Architekt Stefan Rover, Oliver Hanneder, technischer Prokurist der Gewobau, und Iris Frech, Geschäftsführerin der Hephata.

Quelle: Andreas Schmidt

Cölbe. Recht lange habe die Vorplanungsphase für den Neubau gedauert, sagte Oliver Hanneder, technischer Prokurist der Gewobau. Umso größer sei die Freude, dass die Gewobau nun den Neubau für die Fokus Ergotherapieschule der Hephata in Cölbe realisieren könne.

Der Neubau wird laut Hanneder in zwei Bauabschnitten realisiert werden: Zunächst werde man auf dem jetzigen Parkplatz der Schule mit dem ersten Teil des Neubaus beginnen – und zwar am 6. November.

„Im zweiten Abschnitt wird das jetzige Gebäude abgerissen und der zweite Bauabschnitt realisiert, sodass wir davon ausgehen, dass in rund zwei Jahren eine deutlich erweiterte, große, moderne Schule hier entsteht.“ Der Vorteil dieser Vorgehensweise sei, dass die Schule bis zum Ende der Bauzeit immer ein Gebäude nutzen könne.

Architekt will ortsansässige Firmen zu gewinnen

Vor zehn Jahren hatte die Gewobau das rund 10.000 Quadratmeter große Areal in Cölbe gekauft – damals war es eine Industriebrache. Im ersten Abschnitt sei das Alten- und Pflegeheim für die Stiftung St. Jakob errichtet worden, dann entstand direkt nebenan der Kindergarten der Gemeinde. Jetzt folge das „letzte Puzzleteil“ mit dem Neubau der Ergotherapieschule. Fünf Millionen Euro wird die Gewobau in den Bau investieren. „Das halten wir für realistisch und daran lassen wir uns auch messen“, sagte Hanneder.

Cölbe ist nun auch 
Fachhochschul-Standort

Architekt Stefan Rover erläuterte die Details des Bauvorhabens: Auf dem etwa 2100 Quadratmeter großen Grundstück wird das Schulgebäude letztlich rund 800 Quadratmeter Fläche einnehmen. Zweieinhalb Geschosse hoch wird die Schule sein – somit stünden etwa 2100 Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung. „Außerdem wird die Schule voll unterkellert“, sagte Rover. Der Brutto-Rauminhalt umfasse letztlich 9000 Kubikmeter. „Wichtig ist uns, ortsansässige Firmen zu gewinnen – und das ist uns für den Rohbau mit dem Unternehmen Naumann aus Münchhausen bereits gelungen“, sagte der Architekt.

Hans Rösel sieht „keine feindliche Übernahme“

Iris Frech, Geschäftsführerin­ der Hephata, sagte, man habe­ sich lange eine Schule gewünscht. „Also haben wir uns 2013 entschieden, einfach mal auf die Gewobau zuzugehen und dort zu erklären, was wir uns wünschen“, erinnert sie sich. Normalerweise sei der Weg ja ein anderer – man miete ein Gebäude, ziehe ein und arbeite mit den Gegebenheiten, die man vorfinde. „Ergotherapie benötigt etwas anderes, als ein normales Schulgebäude – noch dazu, wo wir nun auch Fachhochschul-Standort hier in Cölbe sind“, verdeutlichte Frech – daher freue sie sich, dass die Gewobau den zukünftigen Mietern so entgegengekommen sei.

Hans Rösel, Erster Beigeordneter der Gemeinde Cölbe, sagte, dass die Gemeinde stets die Planungshoheit über das ­Gelände besessen habe. „Und dann kam die Gewobau als starker Partner und hat das Gelände gekauft. Wir hatten aber keine Berührungsängste, dass hier eine feindliche Übernahme als Vorläufer der Eingemeindung durch die große Universitätsstadt stattfindet“, scherzte er.

Er bezeichnete die damalige Entscheidung der Gewobau als mutigen Schritt – heute sei „aus einer Industriebrache ein Mehrgenerationenzentrum entstanden“ – vom Kindergarten über die jungen Leute der Ergotherapieschule bis hin zum Seniorenheim. „Das ist eine echte Bereicherung für dieses Gebiet“, so Rösel. Zwar hätten die Anwohner wegen des Wegfalls der Parkflächen und wegen des Baustellenverkehrs bereits Bedenken geäußert, „aber ich denke, dass das nicht zu Problemen führen wird, Sie haben ja alle recht kleine Autos“, so Rösel – der Bau sei „ein Kraftakt, der über die Bühne gebracht werden muss.“

von Andreas Schmidt

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