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Gewerkschafter fordern mehr Zugbegleiter

Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft Gewerkschafter fordern mehr Zugbegleiter

Otto Pfuhl aus der 
Gemeinde Weimar hält „seiner“ Eisenbahn-Gewerkschaft EVG bereits seit 70 Jahren die Treue.

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Die bei der Jubilarfeier anwesenden Geehrten der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft aus dem Landkreis: Günter Becker (vorne, von links), Willi Schäfer, Karlheinz Debus, Sandra Bamberger und Wolfgang Brömer. Dahinter die Vorsitzenden des EVG-Ortsverbandes Mittelhessen Karlheinz Strube (links) und Klaus Zecher.

Quelle: Franz Ewert

Katzenfurt. 97 der insgesamt rund 1200 Mitglieder des Ortsverbandes Mittelhessen der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) wurden bei der Jubilarfeier im Bürgerhof Katzenfurt für 70, 60, 50, 40 und 25 Jahre Mitgliedschaft ausgezeichnet.

Knapp 40 von ihnen nahmen Ehrennadel und Geschenk vom Ortsverbandsvorsitzenden Karlheinz Strube entgegen. Assistiert wurde Strube von seinem Stellvertreter Klaus Zecher, dem stellvertretenden EVG-Bundesvorsitzenden Klaus-Dieter Hommel und dem mittelhessischen DGB-Vorsitzenden Matthias Körner.

Hommel betonte die große Bedeutung von Mitgliederstärke und hohem Organisationsgrad, die den Gewerkschaften Durchsetzungskraft gegenüber den Arbeitgebern im Besonderen und politische Einflussnahme im Allgemeinen möglich mache und sichere. Hommel hob die deutlich größeren tarifpolitischen Erfolge der EVG im Vergleich zu der konkurrierenden Gewerkschaft der Lokführer (GDL) hervor.

Deutliche Kritik am 
„Machtgehabe“ der GDL

Angesichts des ungesunden und der Sache schädlichen Nebeneinanders von Gewerkschaften, die sich eigentlich gemeinsam um das gleiche Klientel kümmern sollten, habe sich die EVG mehrfach bereiterklärt, zum Wohle der Beschäftigten eine Kooperation mit der Gewerkschaft der Lokführer (GDL) einzugehen.

„Die GDL aber hält davon nichts“, erklärte Hommel und sieht in „unterschiedlichen Wertvorstellungen“ den Grund für das konträre Verhalten der EVG: „Das Einstehen für alle Beschäftigten, wie es die EVG versteht, kollidiert mit dem egoistischen Machtgehabe der GDL.“

Der EVG-Vize ging auch auf die Sicherheitssituation im Zugbegleitdienst der Deutschen Bahn AG ein. Nach den jüngsten Übergriffen auf zahlreiche­ Zugbegleiter habe die Bahn AG schnell auf die EVG-Forderung reagiert und einen „runden Tisch“ eingerichtet.

Unter dem Motto „Sicher unterwegs“ will die Bahn die Beschäftigten nun mit Schutzwesten und Pfefferspray ausrüsten. Das ist laut Hommel der EVG aber nicht genug, es müssten wieder zwei Zugbegleiter in einem Zug unterwegs sein. „Das erst bedeutet mehr Sicherheit für die Beschäftigten und die Reisenden.“ Und genau deshalb müsse bei Ausschreibungen von Nahverkehrsleistungen der Einsatz von ausreichend Personal zwingend festgeschrieben werden.

von Franz Ewert

Aus dem Landkreis wurden geehrt
  • Für 70 Jahre Mitgliedschaft: Otto Pfuhl (Weimar)
  • 60 Jahre: Karlheinz Debus (Weimar), Dieter Koch (Stadtallendorf), Otto­ Senft (Gladenbach) sowie Arnold Wenske und Willi Schäfer (Fronhausen)
  • 50 Jahre: Wolfgang Brömer (Hassenhausen)
  • 40 Jahre: Ingbert Wolf (Ebsdorfergrund), Wolfgang Marenda (Gladenbach), Günter ­Becker (Lohra), Christina Muth-Lich (Fronhausen) sowie Werner Gruber und Karlheinz Heck (Bad Endbach)
  • 25 Jahre: Sandra Bamberger (Gladenbach) und Sandra Herrmann (Lohra).
 
 
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