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Geschenke für kranke Kinder

Spenden für Elterninitiative Geschenke für kranke Kinder

Seit rund einem Jahr sammeln Werner und Elvira Mann in der Poststelle 
in Neustadt Spenden.
 1000 Euro gehen nun an die Elterninitiative für leukämie- und tumorkranke Kinder aus Marburg.

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Karl Kreh (von links) nahm die Spende vom Ehepaar Elvira und Werner Mann entgegen.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Je einen Euro pro Buch steckten die Postkunden bis heute ins Spendenschwein, längst konnte die Familie Mann als Betreiber der Poststelle das 1000. Buch vergeben. Ebenso viele stehen für die nächste Spendensammlung bereit.

„Wir wollten immer etwas für kranke Kinder tun, die Leute geben gerne und spenden schon jetzt für das nächste Jahr“, lobte Werner Mann die anhaltende Beteiligung. Als das Sparschwein der Spendenaktion im Frühling gestohlen wurde, zeigten sich die Postbesucher äußerst betroffen über den Diebstahl und beteiligten sich erst recht an der Aktion, berichtet die Familie.

Die Krebshilfe suchte dass Ehepaar direkt aus, nicht zuletzt, da sie sich über zwei gesunde Enkelkinder freuen können. „Die Spende entstand auch aus Dankbarkeit, wir haben Glück und sind gesund – da kann man auch etwas zurückgeben“, betont Elvira Mann.

Die Elterninitiative leistet psychosoziale Betreuung von an Krebs erkrankten Kindern und deren Familien im Landkreis und darüber hinaus. Warum dabei auch das persönliche Gespräch mit den jungen Patienten besonders wichtig ist, erklärt Fachkinderkrankenpfleger Karl Kreh, der die Spende entgegennahm. Seiner Erfahrung nach sprechen an Krebs erkrankte Kinder ungern mit den Eltern über ihre Krankheit.

Wollen die Angehörigen offen über die Diagnose, den Verlauf oder das Sterben sprechen, „dann blocken die Kinder häufig ab, sie wollen nicht, dass andere sich sorgen und damit ihre Eltern schützen“, erklärt Kreh. Über die Krebserkrankung sprechen die Betroffenen da lieber mit Betreuern, die die Familien über den gesamten Krankheitsverlauf begleiten. Dies sei eine wichtige Aufgabe des Vereins, ebenso wie die Unterstützung aller Angehörigen.

von Ina Tannert

 
 
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