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Geschäftsleitung fordert „fairen Umgang“ in der Debatte

UKGM Geschäftsleitung fordert „fairen Umgang“ in der Debatte

In der schwelenden Debatte rund um die Personalsituation des UKGM äußert sich nun auch die Geschäftsleitung des Klinikums. Das UKGM stelle sich „gerne und voller Überzeugung der politischen Debatte, erwartet aber einen fairen Umgang, der sich an Fakten orientiert und Gleiches mit Gleichem vergleicht“, teilte Pressesprecher Frank Steibli mit.

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Die Geschäftsleitung versichert durch ihren Pressesprecher Frank Steibli ihre Bereitschaft zu Diskussionen.

Quelle: Archivfoto

Marburg. Aktuell finde in Berlin eine Diskussion über die Reform der Krankenhausfinanzierung statt. Dabei zögen alle Uniklinika an einem Strang, „um eine bessere, auskömmliche Finanzierung ihrer besonderen Leistungen im deutschen Gesundheitswesen zu erreichen“. Bei den Diskussionen über das UKGM gelte es also zu beachten, das „alle Uniklinika vor den gleichen Herausforderungen“ stünden, so Steibli.

Seit Einführung der Fallpauschalen sei der Druck auf Ärzte und Pflegepersonal in allen Krankenhäusern gestiegen. Daher halte man es „für ein Gebot der Redlichkeit, diese Fakten in der Debatte zu nennen und nicht einseitig dem privaten Betreiber zuzuschreiben“.

Zur Personaldebatte könne man „es drehen und wenden wie man will: Das UKGM hat seit 2006 kontinuierlich Personal aufgebaut, insbesondere im ärztlichen und pflegerischen Bereich“, so der Pressesprecher. Dass es Überstunden gebe, sei unbestritten – teils habe man diese bei der Privatisierung übernommen, teilweise seien sie neu aufgebaut worden. Die Geschäftsführung sei aber bestrebt, sie abzubauen.

UKGM fordert „ehrlichen Vergleich“ der Zahlen

„Aber im ehrlichen Vergleich mit anderen Kliniken sind es moderate Zahlen, nämlich ein durchschnittlicher Überstundenaufbau am UKGM von rund 1,7 Stunden je Vollkraft und Jahr in den neun Jahren seit der Privatisierung“. Diese Zahlen seien von externen Wirtschaftsprüfern bestätigt, sie seien auch dem Betriebsrat bekannt. Bei den Überlastungsanzeigen reagiere das UKGM „auf jede einzelne und die Geschäftsführung hat mit dem Betriebsrat dazu ein strukturiertes Verfahren. Ziel ist ganz klar, die Überlastungsanzeigen zu reduzieren“, teilte Steibli mit.

Darüber hinaus steht für das UKGM fest, dass die Debatte um die Rechtsform der Klinik im Landtag geführt werden solle – aber „nicht auf den Lahnbergen mit den Patienten, die nach Marburg kommen, um bestens medizinisch und pflegerisch behandelt zu werden“. Wer das UKGM und seinen privaten Träger aus politischen Gründen in ein schlechtes Licht rücke, verunsichere Patienten und ihre Angehörigen und schade damit dem Klinikum.

Das UKGM sei und bleibe ein Haus der Maximalversorgung, daran „arbeiten jeden Tag alle Beschäftigtengruppen gemeinsam zum Wohle der Patienten“, stellt Steibli fest. Alles sei transparent, darum veröffentliche man auch „alle relevanten Daten über das UKGM im Internet“.

Der Pressesprecher versichert, dass das UKGM zur Diskussion bereitstehe, dabei aber einen „fairen Umgang“ erwarte und darum bitte, „stets die Sicht der Patienten mit im Blick zu behalten. Manche Schlagzeilen ängstigen Patienten und ihre Angehörigen mehr, als dass sie sie beruhigen – das kann nicht im Sinne all derer sein, die sich um das Klinikum bemühen“, so der UKGM-Sprecher.

von unseren Redakteuren

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