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Geschäfte stellen ihre Stärken heraus

Aktionstage „Heimat Shoppen“ Geschäfte stellen ihre Stärken heraus

Prozente, Geschenke, ­Rabatt-Spiele oder Kostproben – mit kleinen ­attraktiven Angeboten versuchten die Marburger Einzelhändler ihre Kunden beim „Heimat shoppen“ anzulocken.

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Begeistert verfolgten Levi (links) und Noah die Drohnen durch das Geschäft.

Quelle: Ina Tannert

Großer Trubel herrschte am vergangenen ­Wochenende in der ­Marburger ­Innenstadt, in die ­tausende Menschen zu den verschiedensten Events und Veranstaltungen strömten. Wie passend, dass gleichzeitig die neue Einkaufsaktion rund um das Motto „Marburg leben, lieben, shoppen“ ihre Premiere feierte.

Zwei Tage lang boten rund 50 Geschäfte der Stadt Nach­lässe oder einen kleinen Bonus für kauffreudige Kundschaft. ­Dazu hatten sich die Händler einiges einfallen lassen. Von Probieraktionen, Rabatten von bis zu fünfundzwanzig Prozent, ­Gewinnspielen bis zu ausgefallenen Mitmach-Aktionen.

So hatte etwa das Spielwarengeschäft Sulzer vor allem für die kleinen Besucher einen Spielbereich aufgebaut: Viel Spaß hatten die Kinder, und auch so mancher Elternteil, an der Carrera-Rennbahn oder auf dem Mini-Flugfeld mitten im Geschäft. Dort ließen die Kinder Drohnen oder kleine Helikopter über der Verkaufsfläche kreisen oder jagten einem Heliball hinterher. „Das macht richtig Spaß“, fand Nicolas.

Prozente, Geschenke, Rabatt-Spiele oder Kostproben – mit kleinen attraktiven Angeboten versuchten die Marburger Einzelhändler ihre Kunden beim „Heimat shoppen“ anzulocken.

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Beim Nachbarn BabyOne erhielten die Eltern, je nach Kaufpreis, kleine Geschenke, vom Ball bis zum Schnuller. Der persönliche Einsatz der Kundschaft wurde unter anderem bei Leder Rhiel gefordert: Dort ­erwürfelten sich die Kunden ­ihren persönlichen Rabatt mit­hilfe von zwei übergroßen Würfeln aus Schaumstoff. „Die Aktion hat sich herumgesprochen. Das Würfeln lockert das Ganze etwas auf und macht den Leuten Spaß“, lobte Inhaberin Marion Rhiel. Im Weltladen konnten die Kunden frischen Kaffee probieren, direkt aus den Händen der Produzentinnen aus Honduras, die gerade in der Stadt zu Besuch waren. Nicht alle Kunden wussten von der noch neuen Aktion. „Ich bin nicht extra deswegen losgegangen, aber es ist eine schöne Überraschung. Glück gehabt“, lobte Kundin Sarah Peters.

Das „Heimat shoppen“ ­hatte das Stadtmarketing mit der IHK Kassel-Marburg als hessisches Pilotprojekt ins Leben gerufen. Die Aktionstage sollten das lokale Gewerbe präsentieren, die Bedeutung von ansässigen Einzelhändlern, Dienstleistern und Gastronomen als direkte Ansprechpartner hervorheben. Auch als lokaler Gegenpol zum Onlinehandel. Die Konkurrenz  aus dem Netz sei stark und mache dem Handel zu schaffen. Wie einige Händler mitteilten, komme es immer wieder vor, dass Kunden sich in den Geschäften beraten lassen, eine Auswahl treffen und diese dann beim billigen Onlinehändler suchen. Ihre Vorteile – Beratung vor Ort, Dienstleistungen und Produkte „zum anfassen“ – stellten die Läden daher in den Vordergrund.

Hoffen auf die Zukunft

Über den Erfolg der ersten Aktionstage waren die Händler geteilter Meinung. Einige lobten die Idee, die mehr Besucher in die Geschäfte führte als üblich. „Das kommt gut an bei den Kunden, es lockt die Leute schon an“, freute sich
Katrin Leisge vom Sanddorn- und Senfladen.

Andere Händler bemerkten keinen Zuwachs in ihren Läden, hoffen dabei auf eine langfristig gute Entwicklung der Aktion. „Das Ganze ist eine Pilotveranstaltung und muss erst einmal wachsen. Auf lange Sicht ist das gut für das Gewerbe“, ­befand Wolfgang Meise vom ­Geschäft Cocon. Am vergangenen Samstag fand auch der traditionelle Weinboulevard der Marburger Weinhändler statt. Dieses mal in der neuen Stadthalle. Ein Bericht darüber folgt.

von Ina Tannert

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