Volltextsuche über das Angebot:

6 ° / 2 ° Regen

Navigation:
Gericht: CSL muss Arbeiter wie bisher bezahlen

Pharmaunternehmen Gericht: CSL muss Arbeiter wie bisher bezahlen

Das Arbeitsgericht Gießen gab am Dienstag einem Laborwerker Recht, der nach einer Abstufung in eine niedrigere Entgeltgruppe geklagt hatte. CSL Behring hält an der neuen Entgeltstruktur fest.

Voriger Artikel
Neue Fachhochschule startet heute
Nächster Artikel
Weniger Arbeitslose - aber Schub bleibt aus

Marburg. Laborwerker Hans Gerber (48), der gegen seinen Arbeitgeber geklagt hatte, bekommt rückwirkend ab Januar eine Vergütung nach der Entgeltgruppe E 6. Das entschied die Kammer 7 des Arbeitsgerichts Gießen unter Vorsitz von Rainer Ratz. Gerber ist einer der rund 850 Mitarbeiter, die CSL Behring im Zuge einer neuen Entgeltstruktur in niedrigere Entgeltgruppen herabgestuft hat, er war auf E 4 gerutscht. Bisher haben 14 Mitarbeiter Klage eingereicht, mehrere Dutzend haben bereits einen Anwalt eingeschaltet. Vor diesem Hintergrund wurde der erste Kammerspruch in dieser Thematik mit Spannung erwartet. Der Richter erklärte in der mündlichen Urteilsbegründung, dass der Kläger aufgrund seiner langjährigen Tätigkeit und der bisherigen Umstände davon ausgehen musste, dass er weiterhin wie bisher bezahlt werde.

Ob das Unternehmen, das die Prozesskosten tragen muss, in Berufung geht, ließ CSL-Geschäftsführer Dr. Roland Martin gestern offen. Er betonte auf Anfrage der OP: „Das Gericht äußerte keine grundsätzlichen Bedenken hinsichtlich der Entgeltstrukturanalyse von CSL Behring.“ Daher sehe das Unternehmen die Neueingruppierungen bestätigt. Allerdings betrachte er den Kammerspruch auch als Signal. Nun müsse im Einzelfall geprüft werden, auf welche Mitarbeiter die Vertrauensschutzregel Anwendung finde.

von Anna Ntemiris

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Auf der Meinungsseite der OP finden Sie Kommentare zu lokalen und regionalen Ereignissen und zum politischen Weltgeschehen. Sportliche "Einwürfe" und lokale Glossen gehören zum meinungsstarken Erscheinungsbild der Oberhessischen Presse. mehr