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Genossenschaft hält Mieten auf stabilem Niveau

Jahreshauptversammlung Genossenschaft hält Mieten auf stabilem Niveau

Rund 1,14 Millionen Euro hat die Wohnungs- und Siedlungsbaugenossenschaft Cappel im vergangenen Jahr in Modernisierung und Instandhaltung ihrer Häuser investiert.

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Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft: Heinz Wahlers (von links), Manfred Böhm, Lars Fleischer, Stefan Funk, Bernd Ahrendt und Manfred Morawietz.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. „Als kleine Genossenschaft haben wir vergangenes Jahr viel bewegt“, sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Funk bei der Jahreshauptversammlung. Beispielsweise wurden in drei Liegenschaften in Marburg und Wetter die Kellergeschosse freigelegt, um sie gegen unterirdische Bäche abzudichten. Außenanlagen wurden erneuert, Bäume gefällt und Jägerzäune durch kunststoffummantelte Metallzäune ersetzt, die keine Wartungskosten verursachen.

Die Mieten seien nur von im Durchschnitt 4,31 Euro pro Quadratmeter auf 4,37 Euro angestiegen. Damit liege der Preis noch immer weit unter dem, was gemeinhin als günstig gelte, nämlich 6,50 Euro, so Aufsichtsratsvorsitzender Manfred Böhm. Der Bilanzgewinn belief sich auf rund 52.500 Euro.

Für das laufende Jahr seien die Komplett-Modernisierung eines Hauses in der Alsfelder Straße in Kirchhain sowie der Heizungsneubau in fünf Häusern in derselben Straße geplant, so Funk. In Cappel soll bei einem Haus in der Raiffeisenstraße ein Fahrstuhl eingebaut und bei einem anderen Gebäude in der gleichen Straße eine Feuerwehrzufahrt geschaffen werden.

Außenstadtteile sind bei Studenten nicht gefragt

Im Bericht des Aufsichtsrats sagte der Vorsitzende Manfred Böhmer, Versorgungsengpässe in Marburg erstreckten sich nicht auf den gesamten Wohnungsmarkt, sondern auf Wohneinheiten bis zu einer Größe von 60 Quadratmetern und einem Quadratmeterpreis von bis zu 6,50 Euro. In der Innenstadt konkurriere die studentische Nachfrage mit anderen Gruppen, die ebenfalls auf bezahlbaren Wohnraum angewiesen seien.

In Außenstadtteilen wie Bauerbach oder Schröck hingegen gehe die studentische Nachfrage gegen Null. Daher sei eine gute Anbindung an die Innenstadt wichtig. Böhm kritisierte die Wiedereinführung der Fehlbelegungsabgabe in Hessen zum 1. Juli. Wer eine Einkommensgrenze überschreite, müsse 20 Prozent Abgabe zahlen. So könne es passieren, dass Familien, deren Einkommen das Sozialhilfeniveau übersteige, sich ihre Wohnung in der Innenstadt nicht mehr leisten könnten. „Das kann nicht das Ziel der Wohnraumförderung sein“, so Böhm.

Die Mitglieder beschlossen eine Änderung der Satzung in Bezug auf die Anteilsübernahme für die Überlassung einer Wohnung. Die Zahl der zu erwerbenden Anteile richtet sich nun nur noch nach der Zahl der Zimmer und danach, ob die Wohnung eine Heizung hat oder nicht. Der Wohnort spielt nun keine Rolle mehr. Die neue Regelung solle die Preise gerechter machen, so Böhm. Sie betrifft nur Neumitglieder und solche, die die Wohnung wechseln.

Wieder in den Aufsichtsrat gewählt wurden Manfred Morawietz und Bernd Ahrendt. Anlässlich des 70-jährigen Bestehens der Genossenschaft überreichte Vorstandsvorsitzender Stefan Funk ein Präsent an Ulrich Brelau, stellvertretend für alle, die sich in der Genossenschaft engagiert haben. Brelau war von 1951 an Aufsichtsratsmitglied. Auch wurde Erika Benner für ihr 40-jähriges Arbeitsjubiläum geehrt. Am 1. Juli 1976 hatte sie ihre Ausbildung begonnen.

von Freya Altmüller

 
Erika Benner wurde von Manfred Böhm (links) und Stefan Funk zum 40-jährigen Arbeitsjubiläum geehrt. Foto: Freya Altmüller
 
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