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Gemeinsam gegen die Diskriminierung

Bauhandwerker­innentreffen Gemeinsam gegen die Diskriminierung

Das diesjährige bundesweite Bauhandwerker­innentreffen fand in Münchhausen statt. Auf dem Programm stand dabei auch die Besichtigung des Dachstuhls der Elisabethkirche in Marburg.

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Das Gebälk über der Vierung der Elisabethkirche schauten sich die Bauhandwerkerinnen an, während der Leiter der Dachstuhlsanierung vor sechs Jahren, Franziskus Hartmann, Erläuterungen gab.

Quelle: Manfred Schubert

Marburg. Seit dem Jahr 1984 treffen sich einmal im Jahr Frauen aus dem ganzen Bundesgebiet, die im Bauhauptgewerbe tätig sind oder dort tätig werden wollen, an wechselnden Orten zu einem Wochenende mit Vorträgen und Seminaren, zum Erfahrungsaustausch, Arbeitsgruppen, Besichtigungen und anderem.

Das diesjährige bundesweite Bauhandwerkerinnentreffen fand jetzt in Münchhausen statt. Dazu waren auch trans- und intergeschlechtliche Menschen, jedoch keine Männer eingeladen. 48 Zimmerinnen, Maurerinnen, Dachdeckerinnen, Bautischlerinnen und Steinmetzinnen kamen vier Tage lang im CVJM-Camp in Münchhausen zusammen. Dort wurden Workshops zum Bildhauen, Schiften, der Statik, gesundheitsfreundlichem Arbeiten und Arbeiten im Kollektiv angeboten. Dazu kamen Berichte der Teilnehmerinnen, unter anderem über ein Bauprojekt in Australien in Zusammenarbeit zwischen der dortigen Gewerkschaft und den unter Diskriminierung leidenden Aborigines.

Unter Diskriminierung müssen zum Teil auch heute noch die Frauen im Bauhauptgewerbe leiden: Noch bis zum Jahr 1994 bestand im Bauhauptgewerbe nämlich ein Beschäftigungsverbot für Frauen. Dessen Aufhebung war zentrales Anliegen der ersten Treffen der Bauhandwerkerinnen. Auch heute seien Frauen auf dem Bau immer noch unterrepräsentiert und kaum eine Frau könne nicht über persönliche Erfahrungen der Diskriminierung auf dem Bau berichten, sagte Roswitha Schwalbach. Die Zimmerin aus dem Münchhausener Ortsteil Wollmar gehörte zur fünfköpfigen Vorbereitungsgruppe des diesjährigen Treffens.

Außer für Informationsaustausch und Vernetzung setze sich das Forum für die Gleichstellung von Frau und Mann ein, insbesondere für Chancengleichheit im Beruf, betonte Schwalbach.

von Manfred Schubert

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