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GSK zieht Montag in Marburg ein

Novartis-Impfsparte wechselt Besitzer GSK zieht Montag in Marburg ein

Wechsel am Pharmastandort Marburg: Ab Montag wird der Großteil der Novartis-Mitarbeiter Teil des britischen Pharmariesen „GlaxoSmithKline“ (GSK) sein.

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Ab Montag werden am Behring-Standort neue Firmenschilder angebracht: die von GSK.

Quelle: Archivfoto: Thorsten Richter

Marburg. Die Firmenschilder, Logos und Fahnen sollen nach Informationen der OP ab Montag ausgetauscht werden, erste Vorbereitungen dazu fanden in den vergangenen Tagen statt. GSK übernimmt das Marburger Impfgeschäft des Schweizer Konzerns Novartis (die OP berichtete).

Dem Wechsel voraus ging vor fast einem Jahr ein milliardenschwerer Kauf- und Tauschvertrag der beiden großen Konzerne Novartis und GSK. Der britische Konzern verkaufte seine Krebssparte an Novartis. Im Gegenzug verkauften die Schweizer ihre Impfsparte für bis zu 7,1 Milliarden Dollar an GSK.

Novartis will sich in Zukunft auf Augenheilkunde, das Pharmageschäft – hier vor allem die Krebsmedikamente – und auf Nachahmerprodukte konzentrieren. Die Marburger Firma Novartis Vaccines ging damit an die neuen Eigentümer. Bis Mitte des Jahres soll der Deal insgesamt in trockenen Tüchern sein. GSK erklärte in einer Konzernmitteilung, dass die Transaktion am 2. März fortgesetzt wird.

Die von GSK übernommenen Novartis-Beschäftigten werden nächste Woche zu Mitarbeiterversammlungen eingeladen. Über Videokonferenzen sollen sich die Produktions-Standorte in Deutschland, Belgien und den USA untereinander begrüßen und kurz kennenlernen. Auch wird die GSK-Führungsspitze in Marburg erwartet.

GSK ist bei Impfstoffen nach eigenen Angaben die weltweite Nummer eins. Ausgenommen von den Kaufvereinbarungen sind die Grippe-Impfstoffe. Hierfür hat Novartis ein neues Unternehmen gegründet: Die Novartis Influenza Vaccines Marburg GmbH (die OP berichtete). GSK und die neue Novartis-Tochterfirma werden am Pharmastandort Marburg Serviceverträge abschließen, um zusammenzuarbeiten.

von Anna Ntemiris

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