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GSK klärt über Meningitis auf

Erlebnisausstellung in Marburger Stadthalle GSK klärt über Meningitis auf

„Meningitis bewegt“: Unter diesem Titel macht GlaxoSmithKline mit einer Kampagne und Ausstellung auf Meningokokken-Infektionen und Folgekrankheiten aufmerksam.

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Eine interaktive Meningitis-Ausstellung ist derzeit in der Marburger Stadthalle zu sehen.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. In Marburg ist das Pharmaunternehmen GSK, das die Impfstoffsparte von Novartis Vaccines fast vollständig übernommen hatte, an der Impfstoffproduktion gegen Formen von Meningitis beteiligt. Nun macht es auf die Krankheit und ihre Folgen auch mit der deutschlandweiten Kampagne „Meningitis bewegt“ aufmerksam. Sie informiert über die möglichen Krankheitsverläufe von Meningokokken-Infektionen wie einer Hirnhautentzündung oder Blutvergiftung.

Ein Bestandteil dieser Kampagne ist eine interaktive Erlebnisausstellung zu Meningokokken, die bis zum 15. März in der Stadthalle Marburg zu sehen ist. Begleitet wird die Ausstellung, in der sich die Besucher interaktiv und audiovisuell mit dem Thema auseinandersetzen können, von Social-Media-Aktivitäten und einem Film.

Alle acht Minuten stirbt weltweit eine Person an einer Meningokokken-Meningitis. Besonders betroffen seien Säuglinge und Kleinkinder. 20 Prozent der Überlebenden dieser Infektion tragen lebenslange Folgeschäden mit sich. Dazu können Hörverlust und Hirnschäden gehören. Nach einer Meningokokken-Sepsis kann es sogar zu Amputationen von Gliedmaßen kommen.

Von Meningokokken ausgelöste Erkrankungen können tödlich enden. Vielen Eltern sei nicht bewusst, dass es verschiedene Meningokokken-Typen gibt, gegen die in Deutschland geimpft werden kann. „Eine aktuelle in Deutschland durchgeführte Umfrage zeigt deutlich, dass Eltern sich mehr Informationen über Meningokokken-Erkrankungen und verwandte Themen wünschen.

Mit der bundesweiten Kampagne wollen wir insbesondere junge Eltern und Menschen mit Kinderwunsch auf die Gefahren von Meningokokken-Infektionen aufmerksam machen und die Präventionsmöglichkeiten aufzeigen“, so Dr. Volker Husslein, Leiter Kommunikation bei GSK in Marburg.

Die Kampagne unterstütze den Schwerpunkt ,Gesunde Stadt Marburg‘, so OB Dr. Thomas Spies. „Das Wissen um Meningitis ist genauso wichtig wie die Bereitstellung von entsprechenden Arzneimitteln. GSK investiert dazu in Marburg in den Bau einer neuen Anlage zur Herstellung von Meningitis-Impfstoff“, erklärt GSK-Geschäftsführer Jochen Reutter. Der Spatenstich auf dem Mars-Campus in Görzhausen ist für den 20. März geplant.

von Anna Ntemiris

 

Bei GSK in Marburg findet die Abfüllung und Gefriertrocknung für die Meningitis-Impfstoffe gegen die Serogruppe A und C statt. Dabei ist die Gefriertrocknung der letzte Schritt im Abfüll-Prozess.

In der Abfüllung arbeiten 27 eigens dafür qualifizierte Mitarbeiter unter höchsten Hygienevorschriften. Mit einer Investition von 12,6 Millionen Euro wird zur Zeit die Kapazität der Gefriertrocknungsanlage von 16 Millionen Dosen Impfstoff pro Jahr auf 20 Millionen erhöht, teilte das Unternehmen auf Anfrage der OP mit.

Die in Marburg abgefüllten und gefriergetrockneten Einzeldosen an Impfstoff werden im italienischen Rosia verpackt.

GSK hatte im Oktober bekanntgegeben, dass auf dem Mars-Campus in Görzhausen für 162 Millionen Euro eine neue Produktionsanlage für Impfstoffe gebaut werden soll. Dort sollen künftig Antigene für den Meningokokken-B-Impfstoff hergestellt werden

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