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Für zwei junge Fleischer geht es jetzt um die Wurst

Landes-Fleischerverband und Handwerkskammer Für zwei junge Fleischer geht es jetzt um die Wurst

Der alljährliche Leistungswettbewerb des hessischen Fleischer-Nachwuchses fand in diesem Jahr in Marburg statt. Zwei Siegerpokale und jede Menge Prämien galt es nun, an der Käthe-Kollwitz-Schule zu verleihen.

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Vier junge Fleischergesellen und fünf Fachverkäuferinnen nahmen am Landeswettbewerb der Fleischerjugend teil. Während der 
Siegesfeier gratulierten unter anderem Landesinnungsmeister Eckhart Neun (rechts).

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Zur Siegerehrung versammelten sich Vertreter aus Politik, der heimischen Fleischerinnung und Handwerkskammer sowie Angehörige der Teilnehmer in der Berufsschule.

Die Wettbewerbsteilnehmer aus ganz Hessen, Fleischer oder Fachverkäuferinnen, haben erst vor kurzem ihre Ausbildung hinter sich gebracht und bereits bewiesen, dass sie die Kernkompetenzen ihrer Berufe „schon fast perfekt beherrschen“, sagte Eckhart Neun, Landesinnungsmeister und Vizepräsident des Deutschen Fleischer-Verbandes.

Neun: Beruf „ins rechte Licht rücken“

Er lobte den Einsatz der Teilnehmer für „einen der schönsten und anspruchsvollsten Berufe überhaupt“, der nach wie vor unterschätzt werde. Nicht zuletzt stehe der Leistungswettbewerb daher auch für gestiegene Ansprüche und anhaltende Modernisierung beider Berufe, um diese „ins rechte Licht zu rücken“, so Neun. Schon jetzt 
seien die jungen Nachwuchskräfte durch ihr Engagement „alle Sieger“.

Vor der Jury siegreich aus dem Wettbewerb der Fleischer ging der frischgebackene Fleischergeselle Kenneth Kurtz aus Sinntal hervor. Platz zwei belegte Florian Benjamin Dedecke aus Erzhausen, den dritten Platz erreichte Viktoria Klein aus Kronberg. Im Turnier der Fleischerei-Fachverkäuferinnen schaffte es Celine Vogel aus Weiterstadt an die Spitze. Zweite wurde Cindy Puchta aus Rodenbach, auf Platz drei landete Yvonne Glänzer aus Hanau. Verschiedene Disziplinen galt es zuvor, während des beruflichen Wettkampfes auf Landesebene zu meistern.

Unter anderem hatten die jungen Fachverkäufer verschiedene Fleischgerichte herzustellen, zu garnieren oder unterschiedliche Fleisch- und Wurstwaren zu benennen. Die Fleischer bewiesen ihr handwerkliches Können beim Ausbeinen und Zerlegen, am Grill oder dem Zubereiten eines Hauptgerichtes.

OB verspricht nötige Mittel „zusammenzukratzen“

Insgesamt beteiligten sich an dem Wettbewerb von ehemals 19 Anmeldungen am Ende vier Fleischer, darunter eine Fleischerin, und fünf Verkäuferinnen aus Hessen. Teilnehmer aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf waren nicht vertreten. Dies bedauerte Landrätin Kirsten Fründt, die jedoch die regionale Wertschöpfung hervor hob.

Für die Ausbildung stehen die Berufsschulen ein und diese wolle die Stadt Marburg auch weiterhin unterstützen, trotz leerer Kassen, sagte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies. Das Nötige dafür werde man „schon zusammenkratzen können“, versprach der OB. Der Wettbewerb der Fleischerjugend zielt auf die Förderung des Nachwuchses der Branche, auf eine Verbesserung des Leistungs- und Prüfungsniveaus und soll nicht zuletzt auf eine hohe Ausbildungsqualität der Lehrbetriebe aufmerksam machen.

Die beiden Sieger aus Hessen werden im November beim Bundesleistungswettbewerb in Freiburg antreten. Die beiden Erstplatzierten Fleischer auf Bundesebene sollen wiederum das deutsche Fleischerhandwerk beim nächsten internationalen Leistungswettbewerb vertreten.

Zur Nachwuchsförderung haben alle Teilnehmer die Chance auf einen finanziellen Zuschuss für Weiterbildungsmaßnahmen.

von Ina Tannert

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