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Führungswechsel im DGB Mittelhessen

Führungswechsel im DGB Mittelhessen

Ab Januar rückt Matthias Körner an die Spitze des DGB Mittelhessen auf. Der Bezirksvorstand hat ihn zum Geschäftsführer berufen, ab Februar stellt er sich dann auf der Bezirkskonferenz zur Wahl.

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Der Marburger Organisationssekretär Ulf Immelt (von rechts) empfing den neuen Geschäftsführer des DGB Mittelhessen, Matthias Körner, und seinen Vorgänger Ernst Richter.Foto: Ntemiris

Marburg. Er ist neuer Geschäftsführer, aber kein Unbekannter beim DGB: Matthias Körner gehört bereits dem hauptamtlichen Team des Deutschen Gewerkschaftbundes (DGB) in Mittelhessen an. Der 43-jährige war bis jetzt Organisationssekretär in Gießen und ist seit 20 Jahren beim DGB. Er tritt nun die Nachfolge von Ernst Richter an, der seine passive Phase der Altersteilzeit antritt.

„Der DGB Mittelhessen ist strukturell gut aufgestellt, aber es hat noch nicht geschafft, sich geschlossen zu präsentieren“, sagt Körner im OP-Gespräch. Er möchte eine stärkere Vernetzung erreichen. „Das ist eine Herausforderung für die nächste Zeit“.

In der Öffentlichkeit komme häufig an, dass es den Nordhessen schlecht gehe, diese daher Hilfe und Ausbau der Infrastruktur benötigen und Südhessen gut da stehe. „Mittelhessen kommt nicht vor“, so Körner.

Daher müssten die Gewerkschaften von Marburg bis Wetzlar die Region nun als solche darstellen, die Unterstützung benötige. Nur gemeinsam könne man Gehör in Brüssel bekommen, so Körner.

Ähnlich äußert sich auch Richter. Auch der DGB Mittelhessen müsse europäischer denken, um stärker gegen bundespolitische und internationale Widerstände zu sein.

Einer der Schwerpunkte werde auch im nächsten Jahr der Kampf fürs Universitätsklinikum Gießen und Marburg sein, sagte Körner. Das UKGM sei einer der wichtigsten und größten Arbeitgeber in der Region. Eine Entlassungswelle könnte daher schlimme Folgen für die Region haben.

„Würde es solche Meldungen über ein Stahlwerk im Ruhrgebiet geben, gäbe es die größte Aufmerksamkeit“, so Körner. Doch diese müsste auch das UKGM bekommen.

Körner ist gelernter Maschinenschlosser, nach seiner Ausbildung besuchte er die Akademie der Arbeit in Frankfurt. Der gebürtige Nordhesse ist verheiratet und hat zwei Kinder im Alter von 19 und einem Jahr.Zum DGB Mittelhessen gehören die Kreise Marburg-Biedenkopf, Gießen sowie der Lahn-Dill-Kreis und der Vogelsberg mit insgesamt rund 72000 Mitgliedern.

von Anna Ntemiris

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