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Entwicklung gestaltet sich positiv

Friseur-Innung mit neuem Namen Entwicklung gestaltet sich positiv

„Friseur- und Kosmetik-
Innung“ wird sich die 
Friseur-Innung zukünftig nennen. Das entschieden die Mitglieder bei ihrer Jahreshauptversammlung.

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Der Vorstand der Friseur-Innung: Lehrlingswartin Karin Hoffmann (von links), Obermeister Rolph Limbacher, seine Stellvertreterin Martina Klein, die neu gewählte Beisitzerin Birgit Gehrmann, Beisitzerin Melanie Scheithauer und Meinhard Moog, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft. 
Es fehlt Beisitzerin Claudia Hönig-Pingel.

Quelle: Freya Altmüller

Marburg. „Neben dem Friseur-Handwerk ist auch der Kosmetikerberuf in der Satzung benannt“, erklärte Meinhard Moog, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Marburg. Ein Mitglied aus dem Bereich habe man bereits. Beide Berufsgruppen zu verbinden diene auch der besseren Vernetzung der Gewerbetreibenden. Weil ein Vorstandsmitglied im vergangenen Jahr verstorben war, fanden Nachwahlen statt. Birgit Gehrmann bekleidet nun das Amt einer Beisitzerin.

Britta Stahlschmidt, Lehrerin an der Adolf-Reichwein-Schule, berichtete, derzeit seien insgesamt 50 Friseure in Ausbildung. Die nächste geplante Veranstaltung sei eine Modenschau der Schneider an den Beruflichen Schulen in Kirchhain am 28. April, bei der sich die Marburger Schüler um Haare und Make-up kümmern.

Roswitha Löchel, Abteilungsleiterin für Körperpflege an der Adolf-Reichwein-Schule, ergänzte, dass bei den Gesellenprüfungen zahlreiche Krankmeldungen dafür sorgten, dass teilweise drei Prüfer für nur einen Prüfling bestellt wurden. Dadurch seien der Innung unverhältnismäßig hohe Kosten entstanden.

Die Innungsmitglieder entschieden, einen Antrag an den Landesverband zu stellen, sich auf Bundesebene für eine Änderung der Prüfungsordnung für Friseur-Gesellen einzusetzen. Die Dauerwelle solle auch an Übungsköpfen gelegt werden können, nicht wie bisher nur an Modellen. Für die Lehrlinge sei es schwer, Menschen zu finden, die sich dafür zur Verfügung stellten, weil die Dauerwelle kaum gefragt sei. Obermeister Rolph Limbacher räumte ein, dass die Änderung bei den Friseurbetrieben auf Ablehnung stoßen könnte, da ihnen durch die Übungsköpfe erhöhte Kosten entstehen würden.

Suche nach Betriebsarzt bisher nicht erfolgreich

Limbacher blickte auf die Aktivitäten im vergangenen Jahr zurück. Im Frühjahr war die Innung Ausrichter des Landesverbandstags in Marburg. Im Sommer fand eine Gesellenprüfung für mehr als 20 Prüflinge statt, deren Freisprechungsfeier im September. Im Herbst veranstaltete die Innung ein Hochsteck-Seminar und eine Ersthelfer-Schulung. Bei der Herbstmitgliederversammlung im November fanden die Überreichung der Sterne-Boards durch Landrätin Kirsten Fründt sowie ein Vortrag zur Handhabung von Feuerlöschern statt.

Damit seien die Friseure eine der aktivsten Innungen mit vielen Veranstaltungen, ergänzte Meinhard Moog. Mit einem Anstieg auf derzeit 71 Betriebe entwickelten sich auch die Mitgliederzahlen positiv. Ein Problem stelle jedoch die Benennung eines Betriebsarztes dar. Sie sei Voraussetzung für einen Kooperationsvertrag mit der für die Friseure zuständigen Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege.

Wenn sich kein Arzt finden ließe, müsse die bereits geplante Schulung im Rahmen der sogenannten alternativen bedarfsorientierten Betreuung ausfallen. Die an diesem Modell teilnehmenden Friseure müssen die Schulung alle fünf Jahre auffrischen, um Kompetenzen in Bezug auf die Arbeitssicherheit und arbeitsmedizinische Vorgaben zu erlangen, welche gesetzlich vorgeschrieben sind.

Obermeister Limbacher kündigte zwei Veranstaltungen an, zum einen die Unternehmertage in Fulda am 5. und 6. November, zum anderen die Herbstversammlung in diesem Jahr am 20. November.

Aufgrund einer Gesetzesänderung zur Kassenführung informierte ein Mitarbeiter der Firma Lukas Kassensysteme die Friseure über Neuerungen. Wer eine elektronische Kasse nutzt, muss seit 1. Januar alle Daten digital speichern. Dafür gibt es bestimmte Vorschriften, deren Einhaltung bei einer Steuerprüfung kontrolliert wird.

von Freya Altmüller

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