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Fresenius erzielt Rekordgewinn

Krankenhauskonzern Fresenius erzielt Rekordgewinn

Gute Geschäfte mit Nachahmer-Medikamenten und Krankenhäusern haben dem Bad Homburger Unternehmen und Rhön-Käufer Fresenius einen Rekordgewinn eingebracht.

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In der Produktionsstätte der Fresenius Kabi Deutschland GmbH in Mihla bei Eisenach füllt eine Mitarbeiterin die Maschine für die Komplettierung von Rollklemmen mit Bauteilen. Der Medizinkonzern Fresenius hat dank der Geschäfte mit Nachahmermitteln und Krankenhäusern mehr Gewinn eingefahren. Foto: Martin Schutt/dpa

Quelle: Martin Schutt

Marburg. Mit Blick auf das dritte Quartal und die ersten neun Monate 2013 sprach Fresenius-Vorstandschef Ulf Schneider vom höchsten Ergebnis in der Unternehmensgeschichte. In den ersten neun Monaten sei der Gewinn um zehn Prozent auf 753 Millionen Euro gestiegen, teilte das Unternehmen aus Bad Homburg gestern mit. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 15 Milliarden Euro.

Die größte Tochter, Fresenius Medical Care (FMC), leidet aber weiter unter dem staatlichen Sparkurs im amerikanischen Gesundheitswesen.

Gewinnprognose vom Sommer erhöht

Das operative Ergebnis (EBIT) reduzierte sich um ein Prozent auf 2,2 Milliarden Euro.

Fresenius-Chef Schneider bestätigte in seiner gestern vorgelegten Bilanz auch die im Sommer erhöhte Gewinnprognose: 2013 soll der Überschuss auf mehr als eine Milliarde Euro steigern - ein Plus von 11 bis 14 Prozent zum Vorjahr. Der Umsatz soll zwischen 7 und 10 Prozent zulegen und die 20 Milliarden-Grenze überschreiten.

Bei der Übernahme der Rhön-Klinikum AG sieht sich Fresenius im Zeitplan: Der Konzern hatte vor rund zwei Monaten den Kauf eines Großteils der Kliniken des fränkischen Konkurrenten für etwa 3,07 Milliarden Euro angekündigt (die OP berichtete). Fresenius will fast alle Rhön-Kliniken mit der eigenen Kliniksparte Helios zusammenführen.

Fresenius besitzt nun nach der Übernahme 117 Kliniken und entwickelt sich zum größten privaten Klinikbetreiber in Europa.

Das Universitätsklinikum Gießen und Marburg soll jedoch nicht nicht verkauft werden, die Rhön Klinikum AG will die Standorte Marburg und Gießen sowie Frankfurt an der Oder und Bad Berka sowie den Stammsitz Bad Neustadt behalten.

Dennoch blicken auch Marburger gespannt auf die Zahlen des Rhön-Käufers: Das Thema Übernahme durch Fresenius und Entwicklungen in der Kliniksbranche beschäftigen Betriebsrat, die Beschäftigten und das Klinikum-Aktionsbündnis weiterhin.

Der Konzernbetriebsrat der Rhön Klinikum AG fordert nach dem Verkauf von 43 Kliniken, 15 medizinischen Versorgungszentren sowie Servicegesellschaften an das Unternehmen Fresenius die Sicherung der bestehenden Arbeitsplätze.

von Anna Ntemiris und unserer Agentur (dpa)

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