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Frauen erkunden Wege zum Neustart in den Beruf

Netzwerk „Beruflicher Wiedereinstieg“ Frauen erkunden Wege zum Neustart in den Beruf

Wie können Frauen etwa nach der Familienphase wieder im Arbeitsleben durchstarten? Darüber 
informierte jüngst das Netzwerk „Beruflicher Wiedereinstieg“.

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Vertreterinnen des Netzwerks „Beruflicher Wiedereinstieg“ mit Landrätin Kirsten Fründt (Zweite von links) während der Veranstaltung im Kreishaus.

Quelle: privat

Marburg. Frauen, die einen beruflichen Wiedereinstieg planen oder sich darüber informieren wollten, erhielten Tipps von erfolgreichen Wiedereinsteigerinnen und zahlreichen Fachleuten aus Verwaltung, Bildung und Wirtschaft sowie Informationen und eine persönliche Beratung.

„Der Wiedereinstieg nach einer Familienphase ist nicht immer leicht und bedarf dann und wann einer kleinen Hilfestellung“, verdeutlichte Landrätin Kirsten Fründt in ihrer Begrüßung.

„Jede große Reise beginnt mit einem kleinen Schritt“, sagte Claudia Schäfer, Frauenbeauftragte des Landkreises, die als Moderatorin durch das Programm führte. Den teilnehmenden Frauen attestierte sie, dass diese nun bereits einen „wesentlichen großen Schritt“ gemacht hätten. „Sie bekommen heute alles an die Hand, um die weiteren Schritte ganz konkret gehen zu können“, so Schäfer.

Möglichkeiten der Unterstützung durch die Agentur für Arbeit Marburg und das Kreisjobcenter des Landkreises wurden von der Beauftragten für Chancengleichheit der Arbeitsagentur, Gerlinde Breitenstein, vorgestellt.

„Wie Beruf und Familie vereinbart werden können und welche Hilfeleistungen es gibt, das möchte ich Frauen vermitteln. Mir liegt sehr daran, ihre Selbstzweifel und das oft noch bestehende Gefühl ,Ich kann ja nichts mehr‘ zu entkräften“, betonte sie.

In Familienzeit entwickeln sich gefragte Fähigkeiten

Rita Neidhardt, Leiterin des Zentrums für Integration und Bildung, zeigte durch ein Interview anwesender Frauen, wie deren Wiedereinstieg geglückt ist und welche Hemmnisse sie beseitigen mussten.

Sie stellte den Kurs „Weg“ vor, der via Arbeitsagentur gefördert wurde. Den Frauen werde dort oft klar, „dass es eben nicht nur das bisschen Haushalt ist, das sie zu bewältigen haben. Vielmehr ergeben sich aus der Organisation eines Haushalts, aus der Kindererziehung und eventuell noch gelebten ehrenamtlichen Tätigkeiten wertvolle Fähigkeiten“, sagte sie.

„,Management by family‘ bedeutet umfassendes Lernen und lässt die meisten Frauen gefragte Kompetenzen entwickeln: Organisationstalent, Umgang mit Stress, Erhöhung von Belastbarkeitsgrenzen, verantwortungsvolles Handeln oder rationelles Zeitmanagement“, verdeutlichte Neidhardt. Durch das Erkennen dieser Fähigkeiten würden Frauen sich ihrer Stärken bewusst und könnten sich dann mit verbessertem Selbstwertgefühl in zukünftigen Vorstellungsgesprächen präsentieren.

Dr. Christine Amend-Wegmann vom Gleichberechtigungsreferat der Stadt Marburg stellte das Betreuungsangebot der Universitätsstadt Marburg vor. Auch zu diesem Thema konnten individuell Fragen besprochen werden.

Die Teilnehmerinnen konnten sich zudem an Praxis-Ständen über Themen wie Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Kinderbetreuung, Wiedereinstieg durch Existenzgründung, Stellensituation und Fördermöglichkeiten informieren. Außerdem gab es die Gelegenheit, kostenfrei Bewerbungsfotos zu machen.

Das Netzwerk „Beruflicher Wiedereinstieg“ besteht aus Vertretern der Bereiche Arbeit, Bildung, Wirtschaft, Soziales und Gleichstellung, die in Marburg und dem Landkreis tätig sind. Ziel ist es, den beruflichen Wiedereinstieg von Frauen zu fördern. Bei der Veranstaltung galt es, Frauen, die einen beruflichen Wiedereinstieg planen, zu informieren und zu unterstützen. Entsprechende familienfreundliche Bedingungen bei den Unternehmen verstärkt einzurichten ist ein weiteres Anliegen des Netzwerks.

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