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Fleischer kritisieren Gebühren

Fleischer-Innung zieht Bilanz Fleischer kritisieren Gebühren

Hermann Rhiel, Obermeister der Fleischer-Innung, zieht ein positives Fazit des Jahres – wenngleich das Handwerk weiterhin mit einigen Schwierigkeiten konfrontiert sei.

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Hermann Rhiel, Obermeister der Marburger Fleischer-Innung, betonte, dass die Kunden weiterhin das Fleisch aus den heimischen Fachbetrieben schätzten.

Quelle: dpa

Kirchhain. „Das Jahr 2015 war bisher für unser Fleischergewerbe ein sehr arbeitsreiches, aber auch zufriedenstellendes Jahr“, erklärte der Obermeister der Fleischer-Innung, Hermann Rhiel, gleich zu Beginn.

„Es konnten dringend notwendige Investitionen in Maschinen sowie in weitere Anforderungen unserer Betriebe vorgenommen werden“, so Rhiel weiter. Das sei nur durch den großen persönlichen Einsatz der Mitarbeiter möglich gewesen. Im Mai sei von der Innung die geforderte Prüfung zum Erlangen der Schlachtbescheinigung mit Erfolg absolviert worden.

Der Obermeister stellte die Wichtigkeit des Nachwuchses auch im Fleischerhandwerk heraus. Bei der Aktionswoche Handwerk Ende September habe die Innung an beiden Tagen über ihr Handwerk informiert. Martin Meier an einem Tag und Hermann Rhiel selbst am zweiten Tag referierten jeweils bei zwei Veranstaltungen.

Rhiel lobt Bewusstsein der Verbraucher

Im Oktober sei Fleisch in die Negativschlagzeilen geraten: Die Weltgesundheitsorganisation warnte, dass Fleisch krebserregend sei. Doch bei genauerem Lesen habe sich herausgestellt, dass die „Suppe heißer gekocht wurde als gegessen“, so Rhiel.

„Viele Fachleute und das mehrheitliche Echo der Kunden sowie Umfragen in der heimischen Presse haben gezeigt, dass allen bewusst ist, dass Fleisch ein wichtiges Lebensmittel ist und wertvolle Inhaltsstoffe wie Eiweiß, Vitamine und Spurenelemente liefert“, betonte Rhiel und fügte hinzu: „Deutlich wurde auch das Bewusstsein der Verbraucher, Fleisch im Fleischerfachgeschäft zu beziehen und damit eine Garantie für Frische und Qualität zu erlangen.“

Die Zusammenarbeit mit dem Fachbereich Veterinärwesen und Verbraucherschutz des Landkreises sei in diesem Jahr zufriedenstellend gewesen, lobte der Obermeister und stellte besonders die Abwicklung der Schlachtbescheinigungen durch den amtlichen Tierarzt Diethelm Schmidt heraus.

Stefan Stolle ist jetzt Landeslehrlingswart

„Leider hat uns mittlerweile eine neue Kostenlawine ereilt: Die Fleischbeschaugebühren wurden annähernd verdoppelt. In Hessen sind wir führend in der Gebührenordnung“, bedauerte der Obermeister. Es sei der Innung aber eine baldige Überprüfung zugesagt worden.

Hermann Rhiel berichtete vom hessischen und deutschen Verbandstag der Fleischer-Innung, dass mit Stefan Stolle die Innung einen weiteren Vertreter im hessischen Fleischerverband habe. „Nach einer gelungenen Vorstellung wurde er einstimmig zum Landeslehrlingswart gewählt.“

Bei der diesjährigen Verbandstagung sei das 60-jährige Bestehen des hessischen Fleischerverbandes durch die Minister Michael Boddenberg und Lucia Puttrich sowie den Hauptgeschäftsführer des Deutschen Fleischerverbandes Martin Fuchs gewürdigt worden.

von Klaus Böttcher

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