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Firma Winter hat Mitarbeiter aus 50 Nationen

Unternehmen Firma Winter hat Mitarbeiter aus 50 Nationen

Ein Programm zur Anwerbung für ausländische Arbeitskräfte wäre für die Firma Winter eine sinnvolle Sache, erklärte der Personalreferent.

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Staatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit (von links) im Gespräch mit dem Ausbildungsmeister Thomas Probst und dem Personalreferenten Sebastian Höhn.Foto: Klaus Böttcher

Marburg. „Wir handeln: Sicherheit und Zukunft in der hessischen Wirtschaftspolitik“, so lautet das Motto der Landesregierung unter dem sie in diesen Wochen zu zahlreichen Aktionen rund um das Thema Wirtschaft in ganz Hessen unterwegs ist. So kam Justizstaatssekretär Dr. Rudolf Kriszeleit gestern zu der Stadtallendorfer Eisengießerei Fritz Winter, die rund 3 700 Mitarbeiter beschäftigt. Ziel seines Besuches, wie auch der anderen Minister und Staatssekretäre, ist es, Informationen zu sammeln, um festzustellen, wo die Landesregierung die Rahmenbedingungen noch verbessern könnte. Dazu sprach der Besucher zunächst mit der Geschäftsführung und war danach von dem Gehörten sichtlich beeindruckt. „Das ist genauso wie wir uns das vorstellen.“ Aber Kriszeleit wollte nicht nur mit der Geschäftsführung sprechen, sondern sich auch im Betrieb ein Bild machen und das Gespräch suchen. Sein Augenmerk galt dabei der Ausbildungswerkstatt, in der in jedem Ausbildungsjahr rund 50 Auszubildende und Praktikanten eingestellt werden. Die Fragen des Staatssekretärs zielten unter anderem darauf ab, ob es genug Bewerber für die Ausbildungsstellen gebe, wie hoch der Frauenanteil sei und ob man auch ausländische Arbeitskräfte einstellen würde.

Der Personalreferent Sebastian Höhn antwortete ihm, dass es genügend Bewerber gebe und das die Firma auch Hauptschüler zur Ausbildung einstelle. Ein Problem stelle der vielfach zu beobachtende Schwachpunkt in Rechtschreibung und Mathematik dar. Mit der Einstellung von Migranten habe die Firma Winter überhaupt kein Problem, denn in Stadtallendorf leben Menschen aus unterschiedlichsten Staaten. „Die Firma Winter beschäftigt heute schon Mitarbeiter aus 50 Nationen, sie sind alle herzlich willkommen“, betonte Höhn und der Vorsitzende der Geschäftsführung Jörg Rumikewitz ergänzte: „Wir sponsern auch Deutschkurse.“ Ob die Landesregierung ein Programm zur Anwerbung für ausländische Arbeitskräfte auflegen solle, wollte der Staatssekretär wissen. „Wir würden das nutzen“, erklärte Höhn. Kriszeleit unterhielt sich mit dem Ausbildungsmeister Thomas Probst, der schon fast 39 Jahre bei der Firma Winter beschäftigt ist. Dieser sagte: „Die Firma Winter hat noch nie Italiener, Türken, Schwälmer, Hinterländer oder Vogelsberger eingestellt, sondern immer nur nach Leistung.“

Er erzählte, dass es auch ausländische Ausbilder bei Winter gebe.von Klaus Böttcher

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