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Firma Winter expandiert in die USA

Eisengießerei Firma Winter expandiert in die USA

Fachkräfte aus Stadtallendorf werden künftig zeitweise im Osten der USA tätig sein, um dort für den Aufbau eines neuen Winter-Werks ihre Kenntnisse weiterzugeben.

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Die Eisengießerei Winter zählt zu den führenden Automobilzulieferern.

Quelle: Portrait-, Werbe- und Industriefotografie Willi Schuhmacher

Stadtallendorf. Noch sieht man in Franklin im US-Bundesstaat Kentucky auf dem Winter-Firmengelände nur einen grünen Acker. Doch in den nächsten Wochen soll mit dem Bau 
einer Fabrikstätte begonnen werden.

Der Neubau wird als erste Phase einer neuen Ära in die Stadtallendorfer Firmengeschichte eingehen. Seit 64 Jahren entwickelt und produziert das Familienunternehmen Fritz Winter Eisengießerei GmbH & Co. KG Roh- und Fertigteilkomponenten sowie komplexe Systembauteile für die internationale Automobilindustrie. Seit 1966 liefert die Firma auch in die USA, in Michigan hat sie 
eine Handelsniederlassung.

Doch jetzt will die Fritz Winter GmbH Bremsscheiben nicht mehr von Deutschland aus in die USA liefern, sondern dort gleich produzieren. Das neue Werk soll über eine Schmelzkapazität von 60.000 Tonnen pro Jahr verfügen. Zum Vergleich: In Stadtallendorf können bis zu einer Million Tonnen geschmolzen werden.

Die USA sind für Winter ein bedeutender Markt, man komme nicht umhin, dort ein Werk zu errichten. Bedeutende Kunden wollen Aufträge mittlerweile nur erteilen, wenn sie nicht mehr alle Waren aus Deutschland beziehen müssen.

Beteiligung in China

Fachkräfte aus Stadtallendorf bringen ihre Kenntnisse in den Aufbau des neuen Werks ein, mehrere Mitarbeiter werden in den nächsten Monaten zeitweise in den USA tätig sein. „Wir festigen unsere Stellung auf einem der wichtigsten Automobilmärkte der Welt“, so Henning Knipper, Leiter der Unternehmensentwicklung. „Wir haben bereits heute zwei Aufträge von namhaften Premium-Herstellern für das neue Werk erhalten“, teilt er mit.

„Die zentrale Lage im Osten der USA und damit die Nähe zu unseren Kunden, die Verfügbarkeit von hochqualifizierten Arbeitskräften und die hervorragende Infrastruktur vor Ort gaben den Ausschlag für die Wahl von Franklin als unseren neuen US-Hauptsitz“, erklärt Jörg Rumikewitz, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Fritz Winter. In Stadtallendorf arbeiten 3700 Mitarbeiter, in Franklin werden es zunächst nach Fertigstellung im Laufe des Jahres 2017 mehr als 200 sein.

Im März hatte das Unternehmen die Gründung eines Joint Ventures mit der chinesischen Firma Asimco zur Herstellung und zum Vertrieb von Bremsscheiben, Bremstrommeln und anderen Gießereiprodukten für den chinesischen Markt bekannt gegeben.

Das Gemeinschaftsunternehmen agiert unter dem Namen Fritz Winter Asimco Automotive Components (Langfang). Am Stammkapital ist die Fritz Winter GmbH mit 49 Prozent beteiligt.

von Anna Ntemiris

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Firma Winter investiert in USA-Werk

Mit seinem ersten Produktionswerk im Ausland baut das Stadtallendorfer Unternehmen Fritz Winter seine Globalisierungsstrategie weiter aus.

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