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Ferrero kooperiert mit der Organisation Fairtrade

Rohstoffe Ferrero kooperiert mit der Organisation Fairtrade

Ferrero arbeitet jetzt mit Fairtrade. Bis 2016 will der Schokoladenhersteller insgesamt 20 000 Tonnen Fairtrade-Kakao einkaufen.

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Wie heißt Mon Chéri eigentlich in China? Die Ferrero-Chefs Pasquale Giorgio (links) und Stephan Nießner überlegten und waren sich am Ende einig: Mon Chéri. Foto: Thorsten Richter

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Das Vorhaben ist Teil des Kakao-Programms von Ferrero, erklärte Stephan Nießner, Geschäftsführer von Ferrero Deutschland im OP-Gespräch. „Bis 2020 wird Ferrero 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao für seine Produktion einsetzen“, so Nießner. Der Schwerpunkt des Kakao-Programms liegt nicht wie bisher auf der Zertifizierung eines bestimmten Produkts, sondern auf der Rohstoffbeschaffung. Das eröffnet Fairtrade Chancen auf einen Absatzwachstum. Die Wertschätzung der Rohstoffe sei Ferrero ein großes Anliegen, so Nießner.

Nachhaltigkeit - das ist die größte Herausforderung für Ferrero, sagt Pasquale Giorgio von der Ferrero-Geschäftsleitung Stadtallendorf. Dabei geht der italienische Süßwarenkonzern, der gleichzeitig ein Familienunternehmen ist, weitere Schritte: Ferrero und Fairtrade Deutschland kooperieren. Das Thema fair gehandelter Kakao ist nicht neu für Ferrero, betont Nießner. Die Kooperation mit Fairtrade stehe unter dem bereits begonnen Kakao-Programm des Unternehmens: „Bis 2020 wird Ferrero 100 Prozent zertifiziert nachhaltigen Kakao für seine Süßwarenproduktion einsetzen“, so Nießner. Nach einer Testphase im vergangenen Erntejahr hat das Unternehmen nun ein Drei-Jahres-Abkommen vereinbart: Bis zum Jahr 2016 will Ferrero insgesamt 20000 Tonnen Fairtrade-Kakao einkaufen.

Keine Konkurrenz mit Billig-Anbietern

Das Fairrtade-Zertifikat bezieht sich nicht auf den Riegel oder die Praline, sondern auf den Rohstoff. Ziel sei es, durch das neue Kakao-Programm Kleinbauernorganisationen in Westafrika weiterzubilden und zu stärken. „Durch die Zusammenarbeit wollen wir die Professionalisierung des Kakaoanbaus vorantreiben, die kleinbäuerlichen Strukturen nachhaltig stärken und die Einkommen der Farmer und ihrer Familien verbessern”, betonte Nießner. Nachhaltigkeit hat seinen Preis, sagen die Unternehmens-Chefs. Auch wenn Ferrero inzwischen in Discountern zu finden ist, mit günstiger Tafelschokolade konkurriert das Unternehmen nicht. Ferrero soll es auch weiterhin nur in Portionen geben.

Im Gespräch mit der OP betonten beide Chefs die Stärke des Standorts Stadtallendorf. Auch wenn der europäische Markt nahezu gesättigt ist, auch wenn der italienische Konzern in China, Russland oder Mexiko expandiert: Die Stadtallendorfer Produktionsstätte sei nicht wegzudenken. „Wir haben hier hohe Standards an Qualität und Frische”, so Nießner. Sein italienischer Kollege bekräftigt: Neben dem Werk in Italien ist Stadtallendorf das führende Werk. 65 Prozent der Stadtallendorfer Produkte werden in Deutschland verzehrt, 35 Prozent gehen ins Ausland.

Übrigens: Ferrero expandiert nach China. Wie lautet dort der Name von Mon Chéri? Das fragte die OP. Giorgio und Nießner wussten auf Anhieb auch keine Antwort, waren sich dann aber einig: Da die Ferrero-Produkte überall auf der Welt den gleichen Namen haben - das ist bei anderen Waren nicht der Fall - müssten auch die Chinesen Mon Chéri wie Mon Chéri aussprechen.

von Anna Ntemiris

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