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Ferrero dementiert Übernahmeangebote

Süßwaren-Branche Ferrero dementiert Übernahmeangebote

Ferrero steht für niemanden zum Verkauf an, sagte Giovanni Ferrero. Gerüchten zufolge hat der Schweizer Lebensmittelkonzern Appetit auf das italienische Unternehmen, das auch in Stadtallendorf produziert.

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Im größten europäischen Ferrero-Werk in Stadtallendorf wird unter anderem Nutella hergestellt.

Quelle: Thorsten Richter

Stadtallendorf. Der weltgrößte Lebensmittelhersteller Nestlé will einem Pressebericht zufolge den italienischen Nutella-Hersteller Ferrero schlucken. Dies berichtete am Donnerstag die italienische Zeitung „La Repubblica“ ohne eine Quelle zu nennen. Die Gespräche seien in einem frühen Stadium. Giovanni Ferrero, Chief Executive Officer der Ferrero-Gruppe, dementierte dies umgehend. Das Unternehmen erklärte auf Anfrage der OP, dass es „keine Übernahmeangebote von einer anderen Gruppe aus dem Süßwarenbereich erhalten hat“.

Giovanni Ferrero betonte, das Ferrero „für niemanden zum Verkauf“ stehe. Ferrero hatte im Geschäftsjahr 2011/12 gut 7,8 Milliarden Euro Umsatz gemacht, bei einem Vorsteuergewinn von 878 Millionen Euro.

Pralinenproduktion läuft auf Hochtouren

Das Geschäft in Deutschland, wo der Schoko-Brotaufstrich Nutella seit 1965 verkauft wird, ist ein wichtiges Standbein der Italiener. Die größte Produktionsstätte in Europa ist mittlerweile in Stadtallendorf im Landkreis Marburg-Biedenkopf, sie ist etwas größer als das Werk in Italien. Die Produktion laufe derzeit auf Hochtouren, hieß es gestern aus Stadtallendorf. Ferrero habe derzeit das Weihnachtsgeschäft voll im Blick: Die Stadtallendorfer stellen Pralinen wie Mon Cheri oder Ferrero Küsschen für die Adventszeit her.

Aber auch die Klassiker Nutella und Kinderschokolade sowie weitere Naschereien werden tagtäglich im Landkreis Marburg-Biedenkopf hergestellt. Nestlé äußerte sich nicht zu den Übernahmegerüchten.

Erstes Halbjahr war für Nestlé schwächer als bisher

Der Schweizer Weltkonzern verzeichnete am selben Tag für die ersten neun Monate des Jahres ein organisches Umsatzwachstum - also ohne Berücksichtigung von Firmenübernahmen, Währungseffekten und anderen Sondereinflüssen - um 4,4 Prozent auf 55,4 Milliarden Euro.

Damit verfehlten die Schweizer zwar knapp Erwartungen von Analysten, schnitten aber etwas besser ab als noch zum Halbjahr. In den ersten sechs Monaten waren die Erlöse um 4,1 Prozent gestiegen. Das erste Halbjahr 2013 war damit das für Nestlé schwächste seit vier Jahren. Das Jahresziel von fünf Prozent Wachstum bestätigte Nestlé. Das Umfeld sei momentan herausfordernd, sagte Unternehmenschef Paul Bulcke.

Im Geschäft mit Säuglingsernährung habe Nestlé aber ein solides Wachstum verzeichnet, hieß es weiter.

Während der Nahrungsmittelkonzern in den Industrieländern ein Umsatzplus von 1,0 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnete, stiegen die Verkäufe in den aufstrebenden Entwicklungsländern wie beispielsweise China oder Brasilien um 8,8 Prozent.

von Anna Ntemiris,, dpa

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