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Familienfreundlichkeit wird honoriert

Unternehmenspreis Familienfreundlichkeit wird honoriert

„Zufriedene Mitarbeiter sind die Zukunft von Unternehmen“, sagt Oberbürgermeister Egon Vaupel - und um diese Zufriedenheit zu steigern, lobt die Stadt nun einen Preis für familienfreundliche Unternehmen aus.

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Für die Jury des Preises für familienfreundliche Unternehmen konnte die Stadt Vertreter aus allen Bereichen von Wirtschaft, Handel, Handwerk und Universität gewinnen.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Erstmals lobt die Stadt den „Marburger Preis für familienfreundliche Unternehmen“ aus. Damit will die Stadt die Unternehmen würdigen, die sich in der Familienfreundlichkeit bereits engagieren. Gleichzeitig wolle man Anreize bieten, sich im eigenen Betrieb um das Thema zu kümmern.

Warum der Preis so wichtig ist, machte Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD) deutlich: „Wenn wir von der Lebens- und Wohnqualität in der Stadt reden, dann gehört das Arbeitsleben ebenso dazu, wie auch die Familienfreundlichkeit am Arbeitsplatz.“

Vor allem für Frauen sei die Last immer noch immens hoch: Nicht nur die Betreuung der Kinder stehe dabei im Vordergrund, sondern vor dem Hintergrund des demografischen Wandels auch die Pflege der Eltern oder Großeltern, „das organisieren meist die Frauen und bedeutet für diese eine erhebliche Belastung“, ist sich Vaupel sicher.

Dr. Christine Amend-Wegmann vom Referat für Gleichberechtigung erläutert, dass der Preis beim Marburger Bündnis für Familien angesiedelt sei - und zwar bei der Projektgruppe „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.

Mittels eines Fragebogens können sich Betriebe um den Preis, der künftig alle zwei Jahre verliehen werden soll, bewerben. „Darin werden verschiedene Kriterien zur Familienfreundlichkeit abgefragt“, so Amend-Wegmann. Wichtig sei, dass nicht nur große Betriebe eine Chance hätten. Denn bei der Vergabe durch die Jury werde auch die Betriebsgröße berücksichtigt. „Wir würden uns wünschen, dass in zehn Jahren alle Unternehmen alle Punkte des Fragebogens mit ja beantworten können. Aber jetzt kann man das noch nicht erwarten“, erläutert Amend-Wegmann.

Der Preis ist übrigens nicht mit Geld dotiert. Vielmehr könne der Gewinner künftig das Logo des Preises für seine Außendarstellung verwenden. Amend-Wegmann sagt: „Das Unternehmen kann Werbung mit der Auszeichnung machen, und ich glaube, dass das heute ein Anreiz für Bewerber ist. Denn die Unternehmen sind darauf angewiesen, qualifizierte Mitarbeiter zu gewinnen.“ Da könne der Preis im Wettbewerb um gute Mitarbeiter durchaus der entscheidende Vorteil sein, ist sich auch Vaupel sicher.

Ab Montag können sich Unternehmen bewerben. Egon Vaupel erklärt: „Nach Ablauf der Bewerbungsfrist am 31. Mai wird eine Jury über die Vergabe des Preises entscheiden.“ Dabei freue er sich, „dass wir eine Abdeckung des Arbeitsmarkts, der Tarifpartner und auch des wissenschaftlichen Lebens erreicht haben“.

Zur Jury gehören: Oskar Edelmann (IHK Kassel-Marburg), Ulrike Eifler (DGB Region Mittelhessen), Bettina Steuber-Fillsack (Einzelhandelsverband Hessen-Nord), Wolfgang Liprecht (Referat für Stadt-, Regional- und Wirtschaftsentwicklung), Meinhard Moog (Kreishandwerkerschaft Marburg), Susanne Piringer (Verband Deutscher Unternehmerinnen), Professorin Elisabeth Schulte (Philipps-Universität) und Sabine Weigand (Restaurantfachfrau und Fachwirtin im Gastgewerbe). Der Preis soll am 16. Juli durch OB Vaupel verliehen werden.

Die Antragsunterlagen und die Ausschreibung können ab Montag, 7. April, unter www.marburg.de/de/132403 heruntergeladen werden.

von Andreas Schmidt

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