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Familie Horst backt seit 150 Jahren

Oberwalgern Familie Horst backt seit 150 Jahren

Johannes und Katharina Horst gründeten im Jahr 1859 die Bäckerei in Lohra. Zu dieser Zeit war die Bäckerei die einzige im Umkreis von Marburg und Gießen. Die Belieferung der Ortschaften erfolgte mit Pferdewagen.

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Quelle: Alfred Wallon

Oberwalgern. 1936 wurde die Bäckerei von Lohra nach Oberwalgern verlegt und von Ernst Horst geführt. Ab 1960 übernahm sein Sohn Kurt den Betrieb und leitet diesen bis heute gemeinsam mit seiner Ehefrau Elli.

„Im Jahr 1960 arbeiteten nur mein Mann und ich für und in der Bäckerei,“ erinnert sich Elli Horst und verweist auf den enormen Aufschwung der Bäckerei, die heute insgesamt 120 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt und derzeit 14 Filialen betreibt: „Die 15 Filiale werden wir am 1. September in Buchenau direkt an der Bundesstraße 62 eröffnen.“

Die moderne Backstube im Fronhausener Ortsteil verfügt über eine Gesamtfläche von 600 Quadratmetern. Dort arbeiten 18 Bäcker sowie 12 weitere Mitarbeiter. Meister der Backstube ist Rolf Hofmann.

„Wir legen größten Wert auf handwerkliche Qualität. Alle unsere Brote sind natürlichen Ursprungs, die alle von Hand gefertigt werden. Das handwerkliche Können macht unsere Backwaren zu Qualitätsprodukten, die Fachkräfte herstellen“, erklärt die 68-jährige Seniorchefin im Gespräch mit der OP.

Den hauseigenen Natursauerteig stellt der Chef täglich selbst her. „Die Natürlichkeit der Backwaren, zu der der Trend in der heutigen Zeit führt, ist uns schon sehr lange eine Herzensangelegenheit – der Sauerteig ist unser liebstes Kind,“ so Elli Horst weiter. Insgesamt entstehen täglich 35 Sorten Brot, die aus dem hauseigenen Sauerteig hergestellt werden. Dieser reift über 24 Stunden und wird kontinuierlich weitergeführt.

Die tägliche Qualitätskontrolle, die firmenintern durchgeführt wird, und die Bewertung und Auszeichnung durch Brotprüfungen der Handwerkskammer, bestätigen regelmäßig die hohe Qualität im Backhaus Horst.

„So auch beim Mehl, dem Rohstoff Nummer eins. Dort kommt das Mehl von der Mühle Nispel in Sinkershausen, die sich vor 5 Jahren zertifizieren ließ. Wenige Kilometer entfernt, bezieht diese ihr Korn von den Feldern im nahen Umkreis“, sagt Horst: „Es ist doch heute nicht ganz unerheblich, zu wissen, wo das herkommt, was man isst. Die immer wieder vorkommenden Lebensmittelskandale berühren uns nicht, da wir nur beste und hochwertige Zutaten für unsere Produkte verarbeiten.“

Junior-Chefin Andrea Horst wird die Firma in Zukunft weiterführen. Auch ihre Schwester Martina Horst, Bäckerin und Kauffrau, hält die Tradition der Bäckerfamilie aufrecht. Regina Dörr ist verantwortlich für die gesamte Lohn- und Gehaltsabrechnung.

„Das Personal wird regelmäßig geschult – pro Jahr drei Mal. Dadurch sind wir sicher, dass wir unserem enormen Qualitätsanspruch auch zukünftig gerecht werden können. Denn eine gute Qualität bedeutet auch eine gute Zukunft“, bilanziert Elli Horst: „Wir werden auch zukünftig Klasse statt Masse backen.“

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