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Estador unterstützt Kinderhilfsprojekt in Kenia

Soziales Engagement Estador unterstützt Kinderhilfsprojekt in Kenia

Die in Marburg beheimatete Immobilienagentur Estador unterstützt das MiRO-Kinderhilfs­projekt in Kenia mit einer großzügigen Spende.

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Mandana Warsideh (von rechts), Estador-Vertriebsmanagement, Geschäftsführer Waldemar Wiora und Geschäftsführer Stefan Fiacco (links) überreichten einen Scheck über 10 000 Euro an Nadine Weigel. Das Geld kommt dem MiRO-Heim in Kenia zugute, in dem mittlerweile 38 schutzbedürftige Kinder leben. 

Quelle: Foto: Miriam Prüßner

Marburg/Mombasa. „Soziales Engagement ist für uns als Unternehmen sehr wichtig“, betont Waldemar Wiora, Geschäftsführer der in Cappel ansässigen Immobilienagentur Estador. Das Unternehmen, das deutschlandweit Immobilienprojekte betreut, spendete 10 000 Euro an das Kinderhilfsprojekt „Help-for-MiRO“, das sich um bedürftige Kinder an der kenianischen Küste kümmert.
„Ich bin sprachlos und unendlich dankbar über solch eine großzügige Spende“, betonte Nadine Weigel bei der Überreichung des Spendenschecks. Die OP-Redakteurin rief das Hilfsprojekt „Help for MiRO“ vor fünf Jahren ins Leben, als sie in Kenia durch Zufall auf das MiRO-Waisenhaus traf. „Damals lebten neun Kinder in einer Baracke ohne Wasser und Strom. Alle Kinder waren schwer krank und es gab keinerlei Hilfe“, blickt Weigel zurück, die zusammen mit der Ärztin Dr. Vera Fleig begann, das Heim zu unterstützen.

Viele Freunde, Bekannte und OP-Leser nahmen Anteil am Schicksal der Kinder und spendeten für das Projekt. „Nur dank so toller Hilfe ist es möglich, dass mittlerweile 38 Kindern im Alter von wenigen Wochen bis zu 14 Jahren im MiRO-Kinderheim ein neues Zuhause finden“, erläutert Weigel. Die Jungs und Mädchen haben ihre Eltern verloren, wurden ausgesetzt, auf Müllkippen geworfen, wurden misshandelt und haben oft gehungert, bevor sie ins Heim kamen.
Mit der finanziellen Unterstützung aus dem heimischen Landkreis werden in Kenia die Hausmütter und ein Koch bezahlt, die Ernährung sowie die medizinische Versorgung garantiert und das Schulgeld für die Kinder übernommen.
„Wir haben uns für das MiRO-Kinderheim entschieden, weil wir hier sicher sind, dass das Geld zu 100 Prozent bei den Kindern ankommt“, erklärt Waldemar Wiora, der im Mai dieses Jahres selbst vor Ort war und das MiRO-Kinderheim besuchte. Damals spendete er als Inhaber der Firma Wiora-Immobilien bereits 2 000 Euro für das Projekt. „Es war eine gute Erfahrung zu sehen, wie das Geld vor Ort eingesetzt wird“, so Wiora.

Zustande gekommen ist der beachtliche Betrag von 10 000 Euro durch die Leistung der Estador-Mitarbeiter. Denn pro verkauftem Objekt geht ein gewisser Anteil an das Kinderhilfsprojekt. Je mehr Objekte das 30-köpfige Estador-Team also verkauft, desto höher der Spendenerlös für das Kinderheim. „Wir haben den so entstandenen Betrag dann am Ende noch etwas aufgerundet“, sagt Mandana Warsideh, zuständig für das Vertriebsmanagement der Estador GmbH.
„Wir sind wirklich sehr dankbar“, betont Dr. Vera Fleig, die Vorsitzende des Vereins „Help for ­MiRO“. Nur dank solcher Spenden sei es unter anderem möglich, auf aktuelle Ereignisse zu reagieren wie auf die rapide ansteigende Anzahl der Kinder. „Es wurden in letzter Zeit viele Heime im Umkreis geschlossen und weitere Kinder ins MiRO-Heim gebracht“, erklärt Fleig. Allein in den vergangenen sechs Monaten musste das Heim acht weitere Kinder aufnehmen, darunter Babys und schulpflichtige Kinder. Die Babys seien oft in einem lebensbedrohlichen Zustand und müssten häufig im Krankenhaus behandelt und mit Babymilch versorgt werden – beides ist kostenintensiv.
Auch das Schulgeld für die insgesamt mehr als 20 schulpflichtigen Kinder sei ein immenser Kostenfaktor, erläutert Fleig und betont, dass Bildung an erster Stelle stehe. 

Langfristiges Ziel sei jedoch ein Gelände zu kaufen, wo man sich mittels Gemüseanbau selbst versorgen und ein Haus bauen kann, da das jetzige Haus fast zu klein sei für eine so große Anzahl an Kindern. Außerdem hat sich die Sicherheitslage an der Küste dramatisch zugespitzt. Islamistische Terrormilizen versetzen das Land in Angst und Schrecken, immer wieder gibt es Anschläge. „Irgendwann ein Grundstück in einer Gegend zu finden, wo die Kinder in Sicherheit aufwachsen können, wäre wirklich großartig“, so Fleig.

Mehr Infos auf www.help-for-miro.de

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