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„Es wirkt fast ein bisschen sommerlich“

Herbst- und Winterkollektion 2016 „Es wirkt fast ein bisschen sommerlich“

Mit einer „Fashion Night“ läutete das Kaufhaus Ahrens am Freitag den Start des modischen Herbstes ein. Rund 350 Gäste ließen sich vom Modelabel Marc Cain inspirieren.

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Knallige Rottöne und verspielte Blumenmuster dominierten bei der Modenschau auf der Fashion Night Ahrens.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Verona und Ionela stehen gespannt im Forum des Congresszentrums Marburg inmitten von rund 350 Gästen. In wenigen Minuten beginnt die Modenschau des Modelabels, der die Trends und Fashion Highlight der kommenden Herbst- und Winterkollektion vorstellen wird.

Die beiden Freundinnen sind „aus Neugier auf was Neues“ hier und hoffen, Inspirationen für ihr Styling zu bekommen. Für sie ist es das erste Mal, dass sie an einer Modenschau teilnehmen. „Normalerweise kennt man so etwas ja nur aus den Modemetropolen Berlin oder Düsseldorf, hat aber nie wirklich die Chance, daran teilzunehmen“, sagt Dagmar Nolte, die gemeinsam mit ihrer Mutter Ellen hier ist.

Um so mehr habe sie sich über das besondere Event-Angebot des Marburger Modekaufhauses Ahrens gefreut und ihre Mutter überredet, mitzukommen. Am meisten freut diese sich auf die After-Show-Party. „Um ehrlich zu sein, sind wir nur zum Tanzen hier“, sagt Dagmar Nolte und zwinkert ihrer Mutter zu.

„Mit der Fashion Night wolle man bewusst neue Wege gehen, um Modebegeisterte vor Ort zu erreichen“, sagt Peter Ahrens, Chef des gleichnamigen Marburger Modekaufhauses. Dass auf der auf maximal 500 Gästen limitierten Modenacht rund 150 weniger erschienen sind, als ursprünglich erwartet, nimmt er gelassen: „Wir wären recht erstaunt gewesen, wenn wir beim ersten Anlauf gleich eine Warteliste gehabt hätten. Veranstaltungen wie die Fashion Night müssen sich entwickeln.“

Peter Ahrens denkt an Fortsetzung

Dann erlischt das Licht, die Scheinwerfer werden eingeschaltet, es geht los: 15 Models flanieren in mehreren Durchgängen zu romantischer, basslastiger Musik über den Laufsteg. Mal locker leicht in flauschigen Lammfelljacken und geschmeidigen Ponchos gehüllt, mal im schicken Businesslook. Eine Mischung aus Eleganz und Lässigkeit.

Auffallend: Die knalligen Rottöne und verspielten Pünktchen- und Blumenmuster, die gerne auch mal all-over eingesetzt oder auch gemischt werden. So werden etwa Karos auf Blüten und Animal-Prints zu üppigen Dschungel-Mustern kombiniert. Zu den absoluten Trendfarben im Herbst und Winter 2016 gehören bei Marc Cain neben Schwarz auch warme Beerentöne, Camel, Pastellfarben und Petrol.

„Normalerweise erwartet man im Herbst ja Farben wie Zimt oder Curry“, sagt Brigitte Brandenburger nach der Show. Ihr sage die Mode des Labels nicht zu. „Zu konservativ“, sagt sie und ihre Freundin Reuala nickt zustimmend. Auch sie findet: Die Farben, die an diesem Abend präsentiert wurden, seien eher untypisch.

„Es wirkt fast ein bisschen sommerlich“, resümiert Ramona Böttner gut gelaunt. Ihrer Freundin Stefanie Baltz gefielen besonders die vielen Rosé-Töne und ausgefallenen Schuhe – Blockabsätze und Lackstiefel –, die die Models während der Show trugen gut und dass die Mode tragbar und alltagstauglich sei. Bei der anschließenden After-Show-Party wurde bis nach Mitternacht gefeiert und getanzt. Für die entsprechende Stimmung und Musik sorgten die „Sonic Pearls“.

Auf die Frage, ob es eine Fortsetzung gibt, schmunzelt Peter Ahrens und meint: „Ich denke schon. Nächstes Jahr dann vielleicht wieder zum Herbstbeginn.“

von Ruth Korte

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