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Erster Durchbruch am Klinikum

UKGM-Tarifgespräche Erster Durchbruch am Klinikum

Am Dienstag fand die zweite Runde der Tarifverhandlungen zwischen der Gewerkschaft Verdi und dem Universitätsklinikum Gießen-Marburg statt.

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Vor wenigen Wochen demonstrierten Beschäftigte des UKGM gegen die Personalsituation.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Verdi hatte die Gespräche durch zwei Warnstreiks erzwungen, da die Gewerkschaft für beide Standorte des UKGM mehr Personal zur Entlastung der Beschäftigung fordert ( die OP berichtete).

Stefan Röhrhoff, Verdi-Verhandlungsführer, sprach von einem „Meilenstein“, den man ­erzielt habe: „In der Vereinbarung zur Trennungsrechnung zwischen Land und UKGM wurden drei Punkte festgelegt, die für die Beschäftigten wesentlich sind: Ein Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen, ein Outsourcing-Schutz und die Übernahme von Auszubildenden“, sagte Röhrhoff. „Wir haben immer gefordert, dass diese Punkte auch in einen Tarifvertrag gegossen werden. Und dem hat der Arbeitgeber heute zugestimmt“, berichtete Röhrhoff im Gespräch mit der OP. Dies sei wichtig, damit die Arbeitnehmer „einen individualrechtlichen Anspruch haben“.

Nächster Termin: 27. November

Eine „Denkpause“ gebe es indes noch bei der Kernforderung nach mehr Personal, „wir sind noch nicht an einem Punkt angelangt, an dem wir sagen können, dass beide Seiten damit ­leben können“, so Röhrhoff. Beide Seiten wollten nun bis zum nächsten Verhandlungstermin am 27. November „noch einmal in sich gehen, denn aus unserer Sicht muss da doch noch einiges passieren“.

Vergangene Woche habe das UKGM bereits ­eine nennenswerte Summe in den Raum gestellt, „auf die hätten wir gerne noch etwas draufgehabt“ – vor diesem Hintergrund sei es besser gewesen, die Gespräche zu vertagen. Dennoch sprach Röhrhoff von sehr konstruktiven Gesprächen.

Das UKGM teilte mit, es ­habe Verdi ein Angebot unterbreitet, ließ Details jedoch offen. Voraussetzung sei, dass das „Zukunftspapier“ mit dem Land ­abgeschlossen und die parallel erforderliche tarifvertragliche Gestaltung umgesetzt würden.

„Wir sind zuversichtlich, am Verhandlungstisch zu einer für beide Seiten tragbaren Lösung zu kommen“, sagte Dr. Gunther K. Weiß, der Vorsitzende der ­Geschäftsführung des UKGM.

von Andreas Schmidt

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