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Erkenntnis: Selber machen ist gesünder

Gesundheitstag an der KSM Erkenntnis: Selber machen ist gesünder

Nicht nur wie man sich 
gesund ernährt, sondern auch wie man die überschüssigen Kalorien wieder loswird, war Inhalt 
des sechsten Gesundheitstags der Kaufmännischen Schulen Marburg.

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Bei der Chemiegruppe versuchten die Schüler, selbst Cola herzustellen. Hier wird gerade Zucker 
geschmolzen.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Am vergangenen Donnerstag präsentierte die Jahrgangsstufe elf der Kaufmännischen Schulen Marburg beim „Aktionstag für gesunde Ernährung“ selbstentwickelte Workshops. Besucher waren vier weitere Klassen der Schule, die sich in den Workshops informierten.

In einem Test der Gruppe, die sich mit Kohlenhydraten beschäftigte, sollten die Mitschüler die Anzahl von Zuckerwürfeln in verschiedenen Lebensmitteln schätzen und den Produkten zuordnen. So sind zum Beispiel in einem Glas Nutella 40 Würfel, aber man müsse bedenken,dass man normalerweise nur ein bis zwei Brote mit Nutella esse und der Zuckergehalt dementsprechend niedriger wäre, erklärten die Gruppenmitglieder. Und allgemein gilt: Selber machen ist gesünder.

Perri Carmelina (32), Besucherin des Kohlenhydrat-Workshops, erzählt: „Einige Informationen wusste ich zwar schon vorher, aber die Projekte werden sehr gut erklärt, sind informativ und interessant gestaltet. Vieles werde ich bestimmt länger in Erinnerung behalten.“

Eine Projektgruppe bot Step-Aerobic an. Foto: Tobias Hirsch

Quelle:

Auch wenn sie sich davor nicht so viel mit dem Thema Ernährung beschäftigt habe, so sei trotzdem ihr Interesse geweckt worden. Und für das Allgemeinwissen seien die Informationen sicherlich auch gut, sagte Pia Schubert (16). Für Schuldirektor Siegmar Günther und die Schüler der Projekte hat die Nachhaltigkeit ebenfalls einen wichtigen Stellenwert. „Ich hoffe, dass was hängen bleibt“, so Fitim Braha (17).

Er und seine beiden Mitschüler bildeten eine der Chemiegruppen. Chemie und Ernährung? Oh ja, denn mit Hilfe von Experimenten stellte seine Gruppe zum Beispiel Cola selbst her. „Die grundsätzlichen Themen sind jedes Jahr gleich: Chemie, Kohlenhydrate, Ernährung und Bewegung und Zusatzstoffe. Aber die Konzepte entwickeln die Schüler selbstständig“, erklärte Dr. Nicole Hammer, die die Woche plante.

Für die Organisation waren jedoch vor allem Schüler zuständig, dies sei am Anfang sehr stressig gewesen, erzählte Sirin Dräger (17), Mitglied der Organisationsgruppe. „Aber jetzt, wenn die Projektgruppen ihren Stress haben, ist es für uns entspannt.“

Schulleiter Günther möchte die Themen in die Köpfe der Schüler bringen. „Wir haben bereits gute Erfahrungen mit dem Prinzip ,Schüler erklären ihren Mitschülern‘ gemacht“, sagte er. Auch die Schüler bestätigten die Wirkung dieses Prinzips, „so ist das einfach viel verständlicher“, sagte Christiane Speiller (15), Neuntklässlerin und Besucherin der Workshops. Pia Schubert verdeutlichte, dass mit Mitschülern ein viel offenerer Umgang möglich sei, als wenn man mit Lehrern diskutieren würde.

Klassen sind durch Projekte näher zusammengerückt

Hannah Fischer (17) aus einer der Sportgruppen erläuterte: „Wir lernen alle zusammen etwas. Vor den Zeugnissen wird etwas Produktives gemacht, und die Schüler aus den anderen Klassen würden sonst ja wahrscheinlich nur rumsitzen.“

Im Sportprogramm der Gruppe steht Step-Aerobic auf dem Plan. Dazu gehörte auch ein theoretischer Teil, in dem der Zusammenhang von Sport und Bewegung etwa im Zusammenspiel der Muskeln erklärt wurde.
„Mit der Projektwoche soll den Schülern die Problematik von ungesunder Ernährung deutlich werden. Wir ziehen uns auch mal ‘nen Burger rein, aber dann gibt es abends halt nur etwas Leichtes“, so der Direktor.

In erster Linie solle den Schülern gezeigt werden, wie sie ihre Gesundheit über die Ernährung koordinieren könnten, die Projektthemen seien außerdem Teil des Lehrplans der Klassen mit dem Schwerpunkt Gesundheit.
Und nebenbei sorge die Projektwoche unerwarteterweise dafür, dass ihre Klasse etwas enger zusammengerückt sei, so eine 17-jährige Schülerin. „Wir sind uns alle näher gekommen.“

von Salome Fischer

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