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Entscheidungen für das Alter schieben viele vor sich her

Generation 50 plus Entscheidungen für das Alter schieben viele vor sich her

Reicht meine Rente? Wie soll mein Ruhestand aussehen? Das Thema Alter und Lebensabend birgt eine Menge Fragen.

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Gaben Antworten auf Fragen für Über-50-Jährige (von links): Rechtsanwalt Erik Spielmann, Harald Guldin und Daniel Zinser („Connect“), Volker Noll (Bundesinitiative 50 Plus).Foto: Helena Weise

Marburg. In Deutschland leben mittlerweile 34 Millionen Menschen, die 50 Jahre alt oder älter sind - Tendenz steigend. Ihr Interesse an den Themen Arbeitswelt, Finanzen und Ruhestandsplanung ist groß. An Informationsangeboten oder Beratung fehlt es dennoch.

Der Bundesverband Initiative 50 Plus veranstaltete genau aus diesem Grund gemeinsam mit „Connect“, einer Sozietät für Finanzmanagement, am Montag einen Infoabend. „Aktuelle Marktforschung und die eigene Erfahrung zeigen, dass es dringlichen Bedarf an Hilfestellung und Beratung gibt“, eröffnete Harald Guldin von „Connect“ die Veranstaltung. Jedem Betroffenen ab 50 tue sich ein umfassender Fragenkatalog auf. Der häufigste Wunsch: Flexibilität und Sicherheit. Was ist, wenn ein Pflegefall eintritt? Kann ich auf Unvorhergesehenes reagieren? Wie wirkt sich die Inflation auf mein Vermögen aus? Volker Noll von der Bundesinitiative 50 Plus betonte, mit Blick auf Demografie und die alternde Gesellschaft sei es unabwendbar, die aktuelle Arbeits- und Lebenswelt für Ältere offen zu halten. Dafür benötige es aber auch Know-how und einen Überblick über die eigene Situation auf Seiten der Betroffenen, um sich einbringen zu können.

„Alter und Tod ist ein negativ besetztes Thema und wird häufig verdrängt und umgangen“, so Diplomökonom Daniel Zinser von „Connect“. Aufklärung sei der erste Schritt zu einem erfüllten Leben in Rente. Die Einbindung eines unabhängigen Beraters sei dabei ungemein hilfreich, um in Bezug auf die eigene Zukunft ein gutes Gefühl zu bekommen. „Drei Dinge, die die meisten vor sich herschieben, sind das Testament, die Patientenverfügung und die Vorsorgevollmacht“, so Rechtsanwalt Erik Spielmann von der Wirtschaftsberatungsgesellschaft Westprüfung. Drei überschaubare erste Vorsorgeschritte für das Alter. Der eigene Wille für die eigene Zukunft könne durchgesetzt werden, wenn man sich bewusst mache: Später ist jetzt.

von Helena Weise

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