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Emotionales Lichterspektakel

„Marburg b(u)y Night“ Emotionales Lichterspektakel

Am Freitag, 27. November, wird die zehnte 
Auflage von „Marburg b(u)y Night“ wohl wieder Zehntausende Besucher in ihren farbenfrohen Bann ziehen.

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Bei der zehnten Auflage von „Marburg b(u)y Night“ werden wieder Dutzende Objekte, Gebäude und Plätze in Marburg illuminiert.

Quelle: Nadine Weigel

Marburg. Am Donnerstag stellten Oberbürgermeister Egon Vaupel (SPD), Klaus Hövel, Vorsitzender des Stadtmarketings, und Arwed Fischer von der Firma „Flashlight“ das Programm zum „kleinen Jubiläum“ des 
 Illuminations-Spektakels vor.

Für Vaupel ist klar: „Marburg b(u)y Night ist eine sehr emotionale Veranstaltung, in der sehr viel Arbeit steckt – und jede Menge Know-how, um diese außergewöhnlichen Farbenspiele in unsere historische Stadt zu bekommen.“

Das Event sei zweifelsohne „ein Highlight im Veranstaltungsreigen der Universitätsstadt Marburg und ein Zeichen dafür, dass wir immer dann Außergewöhnliches schaffen können, wenn viele zusammen an einem Strang ziehen“.

Spektakuläre Effekte und Projektionen am Schloss

Er werde häufig gefragt, warum man das Geld für die Veranstaltung – rund 70.000 Euro – nicht für soziale Zwecke spende. „Ich glaube, man darf sich nicht davon leiten lassen, alles nur ins Soziale fließen zu lassen und nicht mehr emotional zu leben“, so Vaupel. Denn beides gehöre in eine Stadt – und von der Veranstaltung könnten zudem alle profitieren, weil man keinen Eintritt erhebe. Für Vaupel ist klar: „Marburg ist schon bei Tageslicht schön – aber in der Abendstimmung mit dieser Illumination darf man sich das einfach nicht entgehen lassen.“

Klaus Hövel erinnerte an die Anfänge der Veranstaltung – als es nur statische Lichtinstallationen gab. „Heute haben wir mit Moving-Lights, LED-Technik und Computertechnik die Möglichkeit, zu inszenieren.“ Die Guerilla-Video-Projektionen, bei der Flashlight-Mitarbeiter mit Tablet und Beamer „bewaffnet“ durch die Stadt ziehen und Videos an Projektionsflächen und Häuser „werfen“, sei sehr gut angekommen und werde wiederholt. „Aber insgesamt gibt es auch wieder viel Neues – und das macht den Charme der Veranstaltung aus.“

Im Mittelpunkt der Geburtstags-Auflage von „Marburg 
b(u)y Night“ steht in diesem Jahr das Schloss (Foto: Flashlight). Dort findet eine Audiovisuelle Inszenierung statt, die sich nur mit „gigantisch“ beschreiben lässt: Rund 100 Scheinwerfer sorgen für spektakuläre Effekte und Projektionen – einen Eindruck gab es bereits auf der Pressekonferenz.

Denn ein Flashlight-Mitarbeiter erstellt derzeit die Light-Show am Computer mittels 3-D-Modell – die erste Minute ist bisher geschafft, und die verspricht bereits viel Spektakel.

Am Kornmarkt gibt es einen interaktiven Lichtspielplatz – mit Taschenlampen können die Besucher auf eine Lichtwand schreiben und malen, es gibt Effektfotografie im Dunkeln – „man kann als Besucher Teil des Lichtspektakels werden“, erläutert Hövel.

Arwed Fischer ging ins Detail: 34 Lichtinstallationen werde es in der Stadt geben. Außerdem würden mehr als 30 Privatleute und Gewerbetreibende ihre Objekte auf eigene Kosten beleuchten lassen.

Die Kirchen der Stadt – Elisabethkirche, St. Peter und Paul sowie Lutherische Pfarrkirche – würden „innen und außen bespielt“, so Fischer.

Erstmals beleuchtet wird die Religionskundliche Sammlung auf dem Weg zum Schloss. Aber auch bewährte Installationen, wie am Wilhelms- oder Elisabeth-Blochmann-Platz, werden ebenso zu sehen sein wie die Illuminationsobjekte auf der Ketzerbach, das beleuchtete Rathaus oder der Marktbrunnen.

Eröffnung findet in 
Gutenbergstraße statt

Zudem warten auch kleinere Objekte darauf, entdeckt zu werden – etwa der Christian auf der Wasserscheide, der Bärenbrunnen oder die fünf 
Tugenden in der Deutschhausstraße.
Auch die Stadthalle gewährt, obwohl sie sich noch im Rohbau-Status befindet, erste Einblicke in ihr Inneres. Kurzum: In der gesamten Innenstadt – von der Nordstadt bis zum Südviertel – gibt es viel zu entdecken.

Eröffnet wird Marburgs Lichternacht um 17.30 Uhr auf der unteren Gutenbergstraße, die zwischen Wilhelm- und Liebigstraße dafür gesperrt wird. Der Ort wurde ausgewählt, weil sich von dort die Inszenierung des Schlosses in ihrer ganzen Pracht genießen lässt.

Dazu tragen auch die installierten Lautsprecher dort sowie am Trojedamm und im Restaurant des Kaufhauses Ahrens bei, denn, so Arwed Fischer: „Wir wollen ja vom Schloss aus nicht die ganze Stadt beschallen.“ Wenn OB Vaupel um 18 Uhr den Startknopf drückt, wird das Signal per Funk zum Schloss übermittelt – und dann beginnt die gut dreiminütige Show, die bis Mitternacht im Halb-Stunden-Rhythmus zu erleben sein wird.

Hinzu kommen Aktionen der Marburger Geschäftsleute und Gastronomen, die Geschäfte haben bis Mitternacht geöffnet. Für die stressfreie Fahrt in die Stadt fahren Shuttlebusse vom Messeplatz und dem Afföller im 30-Minuten-Takt.

von Andreas Schmidt

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