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Einst „wilder Haufen“ besteht Prüfung

Tischler Einst „wilder Haufen“ besteht Prüfung

Die Ausstellung der Gesellenstücke im Cineplex nutzte die Tischler-Innung Marburg, um den neuen Gesellen ihre Prüfungszeugnisse zu übergeben und den Sieger des Wettbewerbs „die gute form“ zu ermitteln.

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Oben: Obermeister Stephan Becker (rechts) und die Mitglieder des Prüfungsausschusses übergaben die Urkunden an Sandy Lerch (ab Fünfter von links), Marcel Göttig, Andre Schmittberger, Silas Schemionek, Alexander Necepurenko, Marvin Wolf, Andreas Jäckle, Christian Nagel und Stefan Opper. Rechts: Die Jury des Wettbewerbs „die gute form“ mit Silke Rabe (hinten, von links), Hille Schick und Dr. Michael Herrmann zeichnete als Sieger Christian Nagel (vorne Mitte), den Zweitplatzierten Marvin Wolf (vor

Marburg. Tischler-Obermeister Stephan Becker gratulierte den Junggesellen. „Es ist gut, dass Ihr Eure Ausbildung durchgezogen habt“, sagte er. Er wisse wohl, dass es „immer mal Punkte gibt, an denen man denkt, man schmeißt hin. Aber es ist wie im richtigen Leben: Es gibt immer Höhen und Tiefen“, so Becker.

Er lobte auch die Gesellenstücke, die im Cineplex ausgestellt waren: „Ihr habt sehr gute Arbeit geleistet - und vor allem sehe ich eine deutliche Steigerung zur Projektarbeit im vergangenen Jahr“, so der Obermeister. Insofern habe sich das Durchhalten gelohnt.

Anfangs „wilder Haufen“

Der Prüfungsausschussvorsitzende Thomas Walther ließ die vergangenen drei Jahre Revue passieren. „Als wir angefangen haben, wart Ihr ein richtig wilder Haufen“, sagte er. Doch nun hätten die Ex-Azubis bestanden. „Ihr habt mit diesem Tag einen Riesenschritt in Richtung Selbstständigkeit gemacht. In Richtung berufliche Selbstständigkeit - und natürlich auch in eine soziale Selbstständigkeit“, sagte er. Die jungen Leute hätten „die Grundlage geschaffen, in dieser Gesellschaft eine entscheidende Rolle“ einzunehmen. Als Innungsbesten zeichnete Thomas Walther Andreas Jäckle aus.

Hille Schick, Jurymitglied des Wettbewerbs „die gute form“, sagte, dass der Jury die Auswahl der Gewinner nicht leichtgefallen sei. „Wir sind ziemlich lange um die Werkstücke geschlichen und haben beraten - es sind viele gute Stücke da“, erläuterte sie.

Den dritten Preis des Wettbewerbs erreichte Andreas Jäckle mit seinem Flurmöbel „Apfelbaum trifft Apfelgrün“. Silke Rabe erläuterte, warum die Wahl der Jury auf dieses Stück gefallen sei: „Das Stück besitzt eine gute Funktionalität, und das Thema wurde gut übersetzt: Die grüne Farbe des Apfels mit dem Holz des Apfelbaums“, so Rabe.

Schreibtisch trifft Zeitgeist

Auf den zweiten Platz wählte die Jury den Couchtisch von Marvin Wolf. „Dort haben uns die klare Formensprache und die sehr sensible Verarbeitung angesprochen“, erläuterte Silke Rabe. Die Proportionen seien sehr gelungen, auch die Einarbeitung der Griffmulden hätten die Jury sehr überzeugt. Ein weiteres Detail, das der Jury sehr gefiel: Die Platte des Tisches zierte ein satinierter Glaseinleger mit Wolf-Logo - „dadurch gewinnt das Stück an Ausdrucksstärke und Individualität“, so das Urteil.

Gewinner des ersten Preises war Christian Nagel mit seinem Schreibtisch. „Der Tisch mit dem Rollcontainer entspricht dem Zeitgeist, er besticht mit seiner klaren Formensprache“, erläuterte Silke Rabe. Das Stück verfüge über gute Proportionen und eine „sehr schöne Ästhetik“, außerdem habe neben der Materialauswahl auch „die hervorragende handwerkliche Ausführung“ das Gefallen der Jury gefunden.

n Die Prüfung bestanden: Sandy Lerch, Marcel Göttig, Andre Schmittberger, Silas Schemionek, Alexander Necepurenko, Marvin Wolf, Andreas Jäckle, Christian Nagel, Stefan Opper, Markus Heinrichs und Christian Kuske.

von Andreas Schmidt

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