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„Einigung nicht in dieser oder nächster Woche“

Busfahrer streiken „Einigung nicht in dieser oder nächster Woche“

Im Tarifkonflikt zwischen den Busfahrern und den privaten Busbetreibern ist weiterhin keine Einigung in Sicht. „Ich gehe nicht davon aus, dass der Tarifkonflikt in dieser oder in der nächsten Woche zum Abschluss kommt“, sagte der Verdi-Landesfachbereichsleiter Verkehr Ronald Laubrock auf OP-Anfrage. Das sei nicht automatisch gleichbedeutend mit so lange währenden Streiks, auszuschließen sei das aber nicht.

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So verlassen wie auf diesem Bild am Südbahnhof sehen die Bushaltestellen in Marburg auch am Mittwoch und womöglich noch einige Tage lang aus.

Quelle: Tobias Hirsch

Marburg. Diesen Mittwoch fahren erneut keine Busse. Und der Arbeitskampf bei den Busfahrern könnte sich noch viel länger hinziehen: Mit dem Landesverband der Hessischen Omnibusbetreiber (LHO) habe es weiterhin keinen Kontakt gegeben, sagte der Landesfachbereichsleiter Verkehr bei der Gewerkschaft Verdi, Ronald Laubrock. Eine kurzfristige Einigung sei nicht in Sicht.

„Wir schauen jetzt von Tag zu Tag wie die Entwicklung ist“, so Laubrock im Bezug auf weitere Streiktage. Gründe für eine­ ­Wiederaufnahme der Arbeit sieht Streikleiter Jochen Koppel offenbar nicht. „Die Stimmung bei den Kollegen ist super. Sie sind froh, dass sie den Menschen jetzt zeigen können, was sie verdienen und unter welchen Bedingungen sie arbeiten. Da lastet ein erheblicher Druck auf den Busfahrerinnen und Busfahrern“, erklärte er.

Die Arbeitgeber hingegen beharren weiterhin auf ihrem Angebot von 12,65 Euro pro Stunde (Verdi fordert 13,50 Euro statt der bisherigen 12 Euro). LHO-Geschäftsführer Volker Tuchan sagte der OP: „Verdi setzt uns die Pistole auf die Brust, sie müssen aber schon einmal überlegen, 
in welchen Dimensionen sie Forderungen stellen“. Das Angebot der privaten Busbetreiber liege „seit November auf dem Tisch“.

In Gießen ist diesen Mittwoch um 10 Uhr eine Kundgebung für die Beschäftigten der Standorte Gießen, Marburg und Gelnhausen geplant. Zudem kommt es zu Solidaritätsstreiks von Busfahrern, die nach einem anderen Tarif bezahlt werden. Dies sei aber nur in Gießen, Hanau, Darmstadt und Offenbach der Fall – der Landkreis sei außerhalb Marburgs nicht betroffen, so Laubrock.

von Peter Gassner

 
 
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