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Eine Reise durch die Welt der Weine

„Marburger Weinboulevard“ Eine Reise durch die Welt der Weine

Gespräche, Fachsimpeln und Wein, so weit das Auge reichte – am Samstag tauchten zahlreiche Weinfans in die weite Welt des edlen Rebensafts ein.

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Inge und Michael Gräser probierten hauptsächlich Weine aus Südeuropa.

Quelle: Ina Tannert

Marburg. Rund 350 Weinfreunde und Feinschmecker kamen laut Veranstalter beim fünften Marburger Weinboulevard voll auf ihre Kosten. Neben einer exklusiven Weinprobe mit kulturellem Rahmenprogramm stand der direkte Austausch mit den Händlern im Mittelpunkt des Weintages.

Großen Zulauf erhielt bereits die Austernmatinee am Mittag, die als kulinarisches Highlight das Event einleitete. Überall im Restaurant Rotkehlchen verteilt präsentierten die sieben teilnehmenden Weinläden aus Marburg eine großzügige Auswahl an ausgesuchten Weinen aus aller Welt.

Die unkonventionelle Location bot eine lockere Atmosphäre für die Weinparty, die zahlreiche Weinfreunde den ganzen Tag über bis in den späten Abend hinein genossen. Für gute Stimmung sorgte auch das Rahmenprogramm: So gab es Lieder und Texte zu Wein und Käse von Pit Metz, die Rockabilly-Band „Howdiemania“ spielte und der Zauberer Juno unterhielt die Besucher. Die abendliche Weinparty begleitete „Straight Bourbon“, später legte DJ Tobi Quentin auf.

Die sieben Händler von Jacques’ Weindepot, Ovinho, Wein+Käse, Wein Direkt, Weinlädele, die Weinrebe und Vinopolio präsentierten rund 160 verschiedene Weinsorten und nahmen die Gäste mit auf eine ausgiebige Reise durch berühmte oder weniger bekannte Weinregionen.

Heimische Händler setzen auf Zusammenarbeit

So manchen feinen Wein aus Spanien probierten etwa Inge 
 und Michael Gräser, die sich ausgiebig über Anbaugebiete 
und Besonderheiten der edlen 
Tropfen wie den spanischen „Crianza“ oder den „Grand Reserva“ informierten, „eine klasse Idee und ein tolles Angebot“, fand Michael Gräser.

Neben einer umfassenden Präsentation von Weinen aus aller Welt steht der Weinboulevard ebenfalls für die enge Zusammenarbeit der Händler, die durch das Event Zusammenhalt demonstrieren wollen, ohne sich gegenseitig als Konkurrenten zu betrachten. „Das ist nicht selbstverständlich, danke für diese Initiative“, lobte Oberbürgermeister Dr. Thomas Spies, der so manchen vermeintlichen Vorteil des süßen Rebensaftes hervorhob.

Alkohol sei zwar kein unumstrittenes Thema, doch soll ja gerade Rotwein für Menschen in einem gewissen Alter die Herzaktivität fördern, „in Maßen genossen ist es also Medizin“, schlussfolgerte der Mediziner mit einem Schmunzeln. Darüber hinaus sorge gerade das Genussmittel Wein für Gelassenheit – eine angenehme Eigenschaft auch in der Politik, der „die ein oder andere Weinprobe auch mal gut tun würde“, befand Spies.

Der Weinboulevard fand zum fünften Mal statt, dieses Mal wieder in gewohnter Umgebung der Waggonhalle. Die mobile Weintour durch die gesamte Innenstadt aus dem vergangenen Jahr heimste ebenfalls viel Lob ein, doch so mancher Gast war auch froh, das üppige Angebot an einem Ort vorzufinden – auch, wenn es wenige Sitzplätze gab. „Schön, dass alles an einem Ort stattfindet, es ist klein, aber fein – eine tolle Weinverkostung in schöner Location“, lobte Ute Tronvain.


Zufriedenheit herrschte ebenfalls auf Seiten der Händler: „Es herrscht eine tolle Stimmung, sehr viele nette Leute sind gekommen. Es macht immer wieder Spaß, mit den Kollegen zu arbeiten, ganz ohne Konkurrenzdenken“, freute sich Reinhard Kroh von der Weinrebe. „Eine tolle Veranstaltung, viele 
Stammkunden trauen sich auch einmal, bei einem anderen Händler zu probieren, fragen gerne und viel nach“, brachte Pietro Dàlto den Charakter des Weinboulevards auf den Punkt.

von Ina Tannert

Eine abwechslungsreiche Weinverkostung genossen auch Ute Tronvain (von links), Gudrun Clément, Sylvy Hofmann und Sylvia Strobel. Foto: Ina Tannert
 
 
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