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„Eine Investition in die Sicherung der Standorte“

Autohaus Schubert eröffnet neue Fahrzeughalle „Eine Investition in die Sicherung der Standorte“

Nach mehrmonatiger 
Bauzeit eröffnet das 
Autohaus Schubert diesen Samstag seinen Neubau für Nissan und Kia. Jörg Schubert 
berichtet im OP-Gespräch über die Erfahrungen 
mit den neuen Marken.

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Der Neubau für die beiden Marken Nissan und Kia fügt sich harmonisch in die Umgebung ein.

Quelle: Thorsten Richter

Marburg. Markant ist er geworden, der Neubau für Nissan und Kia: Mit seiner runden Form nimmt der Anbau an das vorhandene Toyota-Autohaus den Schwung der angrenzenden Straßenkurve auf, bietet auf 500 Quadratmetern Platz für die beiden Marken, die im Inneren auf jeweils der Hälfte der Fläche ganz nach den Marken-Vorgaben der Hersteller präsentiert werden.

„Wir müssen bei der Auswahl der Hersteller, die wir vertreten wollen, mit Überzeugung agieren“, sagt Jörg Schubert. In 2014 hatte Schubert in Marburg zunächst die Marke Kia in das bis dahin Toyota-Autohaus integriert, später kam auch noch Nissan hinzu.

„Mit Kia hatten wir vorab schon ein Jahr Erfahrungen in Gießen gesammelt“, sagt Schubert im Gespräch mit der OP. Dabei habe man festgestellt, dass der Hersteller gut in das Konzept von Auto-Schubert passe. Denn, so sagt der Firmen-Chef: „Das Produkt muss zu uns passen. Und es muss auch dem Anspruch, den unsere Kunden an uns stellen und den wir erfüllen wollen, gerecht werden.“

Marburger Automarkt in Bewegung

Das sei bei Toyota absolut der Fall – „also haben wir Marken gesucht, die dieses Portfolio sinnvoll ergänzen und sich auch an mehreren unserer Standorte etablieren können“. Kia sei daher der erste Schritt gewesen, Nissan der zweite.

„Mit Nissan haben wir vor einem Jahr in Marburg begonnen – und vor gut zwei Wochen in Gießen eröffnet“, sagt Jörg Schubert. Außerdem habe man vor einem dreiviertel Jahr in einem Korbacher Autohaus ebenfalls eine Nissan-Verkaufsstelle eröffnet.

Der Automarkt war – insbesondere im vergangenen Jahr – in Marburg stark in Bewegung: Etablierte Marken wie beispielsweise Fiat sind aus der Universitätsstadt verschwunden. Das Autohaus Nau, das zur deutschlandweit agierenden Avag-Gruppe gehört, hat Honda aus dem Programm genommen, stattdessen Hyundai etabliert.

Das Autohaus Gnau, als einer der größten Renault-Händler Hessens, fusionierte mit der Wahl-Group, und kürzlich erfolgte der Spatenstich für eine Niederlassung der Brass-Gruppe, die am Afföller ein Audi-
Autohaus bauen wird.

Auf kleine Händler steigt der Druck der Hersteller

Auch für Schubert sei die Hinzunahme der beiden Marken „nach dem Jahr 2000, in dem wir Marburg in Richtung Gießen und Kassel verlassen haben, die allergrößte Veränderung, die wir getätigt haben“. Und die Veränderungen schreiten weiter voran: Denn auch in Gießen will Schubert deutlich erweitern. Zudem wolle man mit Nissan auch noch einen vierten Standort besetzen.

Können kleine Händler nicht mehr am Markt bestehen? „Doch, wenn sie extrem schlank aufgestellt sind“, sagt Schubert. Spannend sei indes, wie es „in fünf Jahren aussieht. Denn der Volumendruck der Hersteller wird weiter wachsen“, ist er sich sicher.

Für Schubert sei klar gewesen: „Wenn man sich nicht selbst bewegt, wird man bewegt – und das dann häufig in eine Richtung, die man nicht selbst festlegen kann.“ Er sei in der glücklichen Lage gewesen, selbst entscheiden zu können – „wir decken – auch mit unserem Haus in Kassel – ein großes Gebiet ab und sind gut aufgestellt“.

Verkaufszahlen hätten Erwartungen übertroffen

Die Erfahrungen mit den beiden neuen Marken bezeichnet Jörg Schubert als „sensationell gut. Ich bin mit der Entscheidung sehr zufrieden“. Man habe zahlreiche neue Kunden gewinnen können – „also nicht an bisherige Toyota-Fahrer Kia oder Nissan verkauft“, konkretisiert er. Auch bei Kundenbefragungen sei die Resonanz bisher „äußerst positiv“.

Schubert gibt zu, dass es in der Anfangszeit „ein wenig gehakt“ habe, weil der Bau noch nicht fertig gewesen sei. „Aber diese Probleme sind jetzt ausgestanden“, freut er sich. Gleichzeitig habe man auch neues Personal eingestellt: In Marburg wurden sieben neue Stellen geschaffen – ebenso, wie in Gießen.

Und die Verkaufszahlen? „Damit sind wir ebenfalls außerordentlich zufrieden“, sagt Schubert. Man habe die Zielvorgaben der Hersteller „weit überschritten. Die Investitionen, da sind wir ganz sicher, werden sich in kürzester Zeit rentieren“.

Das Invest für Marburg beziffert Schubert auf knapp 650.000 Euro, hinzu kommen noch die geplanten Investitionen in Gießen, wo das Autohaus umgebaut werden soll.
„Damit sind wir dann für die Zukunft gerüstet – das ist auch eine Investition in die Sicherung der Standorte“, verdeutlicht Jörg Schubert. Ende des Jahres soll die Entwicklung abgeschlossen sein.

von Andreas Schmidt

An einem neuen Informations-Terminal können sich Kunden außerhalb der Geschäftszeiten über die Schubert-Fahrzeuge informieren. Foto: Thorsten Richter
 
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