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Ein Schwertkampf beim Dinner

Hotelfachschule: Mittelalter-Abend Ein Schwertkampf beim Dinner

Wildschwein-Ragout, 
Haselnuss-Spätzle und Met genießen, während die klirrenden Schwerter von Rittern das Gewölbe erzittern lassen – den Gästen der Hotelfachschule wurde im Lomonossow-Keller viel geboten.

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Die Suche nach dem Gemahl für die Prinzessin gipfelte im Schwertkampf.

Quelle: Rike Werner

Marburg. 13 Schritte sind nötig, um vom Firmaneiplatz hinunter in die Gewölbe des Lomonossow-Kellers zu gelangen. 13 Schritte, die die Besucher der Käthe-Kollwitz-Schüler kürzlich in die Epoche des Mittelalters versetzten.

Die angehenden Betriebswirte der Hotelfachschule Marburg luden zu einem mittelalterlichen Abend ein und boten den Gästen ein stimmiges Erlebnis.

Es waren die Kleinigkeiten, die der Veranstaltung den historischen Effekt verliehen. Wie der selbst gebraute Met, der zur Begrüßung von Mägden und Rittern auf dem Firmaneiplatz ausgeschenkt wurde oder die eigens hergestellte Deko.

Herausforderung: Essen mit Holzlöffeln

Schwerter, Ritterrüstungen und Burgwappen schmückten den Keller, in dem die Gäste an langen Tafeln Platz genommen hatten. Während des dreigängigen Menüs sorgte ein Barde für die musikalische Unterhaltung, ein Herold klärte über die Tischregeln auf, und die 13 Studierenden kümmerten sich stilecht gekleidet um das Wohl der Gäste.

Die Gerichte waren ebenfalls an mittelalterlichen Speisen angelehnt, und das Essen mit Holzlöffeln und Messern stellte die Gäste vor eine besondere Herausforderung. „Für mich war es vollkommen neu, auf so eine rustikale Art zu essen“, sagte Helga Staubitz, die die Veranstaltung als Gast besuchte. „Wohlschmeckend war es trotzdem“, fügte sie hinzu.

Für gute Unterhaltung sorgte ein humorvoll inszeniertes Schauspiel, die Gäste wurden Zeugen bei der Suche nach einem Gemahl für die Prinzessin, die in einem Schwertkampf zweier Ritter gipfelte. Da fiel es nicht schwer, sich vorzustellen, man befinde sich mitten im Mittelalter.

Bei „Drunken Sailor“ stimmen alle mit ein

„Die Lokalität ist sehr passend zu dem Thema. Auch die Kostüme sowie Essen und Trinken sind darauf abgestimmt“, bemerkte Hans Schmidt, der einer der Gäste war. Abgerundet wurde der Abend von weiteren Gesangseinlagen des Barden, der das Publikum bald für sich gewann. Bei „Drunken Sailor“ stimmten alle mit ein.

Es handelte sich bei der Veranstaltung um das Abschlussprojekt der Oberstufe der Hotelfachschule, die eigenständig, unter der Leitung der Projektlehrer Karin Stichnothe-Botschafter und Willi Hütig die Veranstaltung plante, organisierte und durchführte. Tatkräftig unterstützt wurden sie bei der Gestaltung von der „Ritterschaft vom Uhlenhorst zu Betzichendorph“, die unter anderem auch bei dem Schauspiel mitwirkte.

„Die Stimmung war super, wir haben schon viel positive Resonanz bekommen. Es hat alles so geklappt, wie wir es geplant haben“, sagte die Studentin Sarah Eckei. Und auch Hütig zeigte sich sehr zufrieden. „Die Studenten sind hochmotiviert, alle sind sehr engagiert“, lobte er seine Studenten.

Für die Weiterbildung ab Sommer seien übrigens noch Plätze frei, erwähnte Hütig. Auch dann werde es wieder eine ähnliche Veranstaltung geben. Im April komme aber zunächst die Unterstufe mit einer „Reise durch sieben Länder“ zum Zuge.

von Rike Werner

 Das Mahl wurde mit Holzlöffel und Messer verspeist. Foto: Rike Werner
 
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