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„Ein Schaufenster der Innovationen“

Wirtschaftsförderung stellt „Prod-Kasten“ vor „Ein Schaufenster der Innovationen“

Die Wirtschaftsförderung des Landkreises will 
heimischen Unternehmen eine Präsentationsplattform im Einzelhandel 
bieten – entstanden ist so der „Prod-Kasten“, der ab Herbst zum Einsatz 
kommen soll.

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Die Warenpalette des „Prod-Kastens“ reicht vom Monopol-Besteck über Carus-LED-Lampen bis hin zum Ganzkörper-Rasierer – alle Produkte werden im Landkreis hergestellt.

Quelle: Andreas Schmidt

Marburg. Vor einem Jahr sei die Idee entstanden, heimischen Unternehmen eine Plattform zu bieten, mit der sie ihre Waren auch im Handel präsentieren könnten, erläutert der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow (CDU). Denn im Landkreis „werden viele besondere, namhafte und auch innovative Produkte hergestellt“, so Zachow.

Als Beispiele nannte Dr. Frank Hüttemann, Leiter der Wirtschaftsförderung des Landkreises, die LED-Lampen von Carus in Fronhausen oder Besteck und Sparschäler von Monopol, die in Wittelsberg gefertigt werden.

„Aber es gibt noch mehr“, fügt er hinzu. So etwa die Produkte der Marburger Lederwaren ebenso, wie Werkzeug von Felo oder Will. Schön seien beispielsweise auch die Buttermesser von „Handwerk 8“ aus Pflaumen- oder Ulmenholz, die Marburger Bürsten des Bürstenmachers Hintz – und besonders innovativ ist etwa der Ganzkörper-Rasierer von Michael Reichel.

„Wir sind besonders stolz, dass im Landkreis vom kleinen Handwerksbetrieb bis zum Weltunternehmen alle vertreten sind“, betonte Zachow. „Das zeigt, dass Innovation im Landkreis nicht nur eine Sache der ganz Großen ist.“ Allen solle der „Prod-Kasten“ nun eine Präsentationsplattform bieten – als „Schaufenster der Innovationen“, wie Zachow sagt.

In zweiten „Prod-Kasten“ 
flossen Verbesserungen ein

Der Name leitet sich bewusst vom „Brotkasten“ ab, denn die Form orientiert sich genau daran. Allerdings ist der „Prod-Kasten“ aus Glas und Edelstahl gefertigt – und höllisch schwer. Das wurde dem ersten Prototypen, den Dirk Wenzel entwickelt hat, bereits zum Verhängnis: Der Deckel schloss sich zu schnell, krachte auf den Boden der Konstruktion, das Glas bekam Risse.

„Gut, dass das passiert ist“, sagt Hüttemann rückblickend. Denn so sei man für dieses Problem sensibilisiert worden – Wenzel ging erneut ins Detail, nun sind die Scharniere mit einer Dämpfung versehen, außerdem kann der Deckel nun eingerastet werden. Zudem wurde der Kasten im Bereich des Griffs und bei den Scharnieren, wo die stärksten Belastungen auftreten, aus Panzerglas gebaut – umgesetzt von der Glaserei Werner.

Marian Zachow erläuterte, dass bereits 15 potenzielle Produkte vorlägen. Er ist sich jedoch sicher, dass es noch viel mehr innovative, geeignete und interessante Produkte aus dem Landkreis Marburg-Biedenkopf gibt, die in den „Prod-Kästen“ Platz finden können. „Daher hoffen wir, dass sich weitere Unternehmer bei uns melden, um uns Produkte vorzuschlagen“, so Zachow. Die Bedingung: Das Produkt muss im Landkreis hergestellt werden.

„Prod-Kasten“ geht im Herbst auf Wanderschaft

Zehn Produkte aus zehn Unternehmen in zehn Städten und Gemeinden – das ist das Ziel des Projekts „Prod-Kasten“. „Unsere Hoffnung ist, dass es durch die Ausstellung in den Läden das ein oder andere Produkt aus dem Prod-Kasten den Weg ins normale Sortiment schafft – das wäre das Beste, was wir als Wirtschaftsförderung erreichen können“, sagt Zachow. Wenn die Zahl der Produkte das Ziel bei weitem überschreitet, „könnte man auch über wechselnde Bestückung nachdenken – und der Rest findet sich im Verkaufsregal“, sagt der Wirtschaftsdezernent.

Im Herbst soll der „Prod-Kasten“ in verschiedenen Einzelhandels-Geschäften im Landkreis an den Start gehen – „vom Supermarkt bis zum Geschenkeladen“, erläutert Frank Hüttemann. Gespräche würden bereits geführt. Bis dahin gelte es, den Kasten mit weiteren Produkten zu füllen. Wenn also ein Unternehmen meint, sein Produkt fehle noch im „Prod-Kasten“, sollte es sich bei der Wirtschaftsförderung melden.

  • Kontakt: Stabsstelle Wirtschaftsförderung des Landkreises Marburg-Biedenkopf, Dr. Frank Hüttemann, Telefon: 06421 / 4051225; E-Mail: huettemannf@marburg-biedenkopf.de

von Andreas Schmidt

 
Dr. Frank Hüttemann (von links, Leiter der Wirtschaftsförderung), der Erste Kreisbeigeordnete Marian Zachow und Dirk Wenzel, der für die technische Entwicklung und Umsetzung des „Prod-Kastens“ verantwortlich zeichnet, stellten den Kasten vor. Foto: Andreas Schmidt
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